Klöckner bei „Hart aber fair“: „Die Hamas rechnet mit unseren Reaktionen“ | Politik

13.08.2024 - Salı 22:54

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Nach dem israelischen Angriff auf eine Hamas-Zentrale in einer Schule in Gaza hat die CDU-Politikerin Julia Klöckner (51) ARD-Talkmaster Louis Klamroth (34) nachdrücklich vor der teuflischen Methode der Hamas gewarnt, Bilder und Berichte über tote Frauen und Kinder als Propagandawaffe einzusetzen.

„Ich wäre immer skeptisch bei den Zahlen, die mir Terroristen nennen“, erklärte die Politikerin, die als Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft seit Jahren immer wieder ins nahöstliche Kriegs- und Krisengebiet reist. „Wir dürfen ihnen nicht auf den Leim gehen!“

Sie wollen diese Bilder

Klöckners scharfer Vorwurf: „Israel hat das Recht, sich zu verteidigen, und das ist das Perfide: Natürlich rechnet die Hamas, der Iran, rechnen Terroristen wie auch die Hisbollah genau mit unseren Reaktionen. Sie wollen diese Bilder! Sie nutzen ihre eigene Bevölkerung als Schutzschilde!“

Innenpolitikerin Lamya Kaddor (46, Grüne) dagegen rückte bereits von der bisher klaren Haltung der Ampel-Mehrheit ab: „Die Sicherheit und Existenz Israels, natürlich ist das unsere Staatsräson, die gilt dauerhaft und immer, aber sie gilt nicht für jede israelische Regierung.“ Dafür gab es prompt den ersten Beifall.

Grünen-Politikerin Lamya Kaddor (46)

Grünen-Politikerin Lamya Kaddor (46)

Foto: Das Erste/ARD

Schiitischer Feuerring

Chefredakteur Philipp Peyman Engel (41) von der „Jüdische Allgemeinen“ brachte die Lage auf den Punkt: „Israel ist umgeben von einem schiitischen Feuerring“, stellte er fest. „Der Iran möchte Israel auslöschen!“

Engels Analyse: „Israel tut alles dafür, die zivilen Opfer möglichst niedrig zu halten. Die Hamas tut genau das Gegenteil, und sie sagt es auch. Terroristen sind da sehr ehrlich: Sie sagen, was sie vorhaben!“

Chefredakteur Philipp Peyman Engel (41) von der „Jüdische Allgemeinen“ am Montagabend bei „Hart aber fair“

Chefredakteur Philipp Peyman Engel (41) von der „Jüdische Allgemeinen“ am Montagabend bei „Hart aber fair“

Foto: Das Erste/ARD

„Wohlfeil und verlogen“

Über das Existenzrecht Israels als deutsche Staatsraison klagte der Journalist: „Es hört sich sehr gut an, aber es ist nicht belastbar. Wenn dieser Satz wirklich ernst gemeint ist, muss die Bundesregierung Israel auch militärisch unterstützen!“

Er wundere sich, so Engel weiter, „dass Angehörige der Bundesregierung immer wieder bei den Sonntagsreden und an den Holocaust-Gedenktagen sagen: Antisemitismus hat in diesem Land keinen Platz, wir stehen an der Seite unserer israelischen Brüder und Schwestern.“ Doch „wenn’s hart auf hart kommt, kommt erst mal nichts. Das ist wohlfeil, bigott und verlogen!“

„Die Hamas könnte diesen Krieg innerhalb von Sekunden beenden“

Der palästinensisch-stämmige Soziologe Jules El-Khatib (33, Ex-Linke) forderte „keine Waffen mehr und auch keine Teile für Waffenlieferung für Israel!“ Denn das wahre Ziel der Regierung um Benjamin Netanjahu sei, „Gaza zu einer Insel der Ruinen zu machen“.

Doch Engel konterte den Vorwurf punktgenau: „Die Hamas könnte diesen Krieg innerhalb von Sekunden beenden, indem sie die Geiseln freilässt!“

Die Gäste (v.l n. r.): Philipp Peyman Engel, Julia Klöckner, Lamya Kaddor, Louis Klamroth, Enissa Amani, Jules El-Khatib, Daniel Gerlach

Die Gäste (v.l n. r.): Philipp Peyman Engel, Julia Klöckner, Lamya Kaddor, Louis Klamroth, Enissa Amani, Jules El-Khatib, Daniel Gerlach

Foto: Das Erste/ARD

„Von Staatsräson zu sprechen ist immer gut, wenn die Sonne scheint“, mahnte Klöckner. „Ob Freunde zusammenhalten, zeigt sich in schwierigen Situationen!“

Die iranisch-stämmige Podcasterin Enissa Amani (42) forderte daraufhin die CDU-Frau zu mehr Engagement gegen Rechtsextremisten auf: „Sorgen Sie bitte mit Ihrer Partei dafür, dass keine Flaggen von queeren Menschen verbrannt werden, in Sachsen! Machen Sie mal Ihren Job richtig!“

Der Publizist Daniel Gerlach (47) von „Zenith“ behauptete: „Das eine Kriegsziel, dafür zu sorgen, dass Gaza auf Generationen eine Gesellschaft von Kriegsversehrten, körperlich und geistig behinderten Menschen sein wird, ist erreicht worden. Es ging darum, Vergeltung zu üben!“

Publizist Daniel Gerlach (47) von „Zenith“

Publizist Daniel Gerlach (47) von „Zenith“

Foto: Das Erste/ARD

Zum Schluss seufzte Klamroth, der immer wieder selbst schlimmste Beschimpfungen Israels durchgehen ließ: „Das war keine ganz einfache Sendung.“

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