Kolumbien: Politiker Miguel Uribe stirbt zwei Monate nach Attentat | Politik

12.08.2025 - Salı 12:19

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Bogota – Sein Zustand hatte sich am Wochenende verschlechtert, jetzt ist der kolumbianische Präsidentschaftskandidat Miguel Uribe an den Folgen eines Attentats gestorben.

Der konservative Senator wurde während eines Wahlkampfauftritts in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá von mehreren Kugeln getroffen. Zwei Schüsse trafen seinen Kopf, ein weiterer sein Knie. Bei dem mutmaßlichen Schützen handelte es sich der Polizei zufolge um einen Teenager (15). Er soll von Mitgliedern der aufgelösten Guerillaorganisation „Farc“ angeheuert worden sein. Nach Behördenangaben wurden sechs Verdächtige festgenommen.

▶︎Uribes Ehefrau María Claudia Tarazona bestätigte am heutigen Montag den Tod ihres Mannes. „Du wirst immer die Liebe meines Lebens sein. Danke für ein Leben voller Liebe“, schrieb sie im Onlinedienst Instagram.

Der schwer verletzte Politiker wurde nach dem Attentat sofort ins Krankenhaus gebracht

Der schwer verletzte Politiker wurde nach dem Attentat sofort ins Krankenhaus gebracht

Foto: VIDEO OBTAINED BY REUTERS/via REUTERS<!-->

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Unmittelbar nach dem Attentat vor zwei Monaten hatten die Ärzte der Santa-Fe-Klinik versucht, das Leben des Politikers in einer Not-OP zu retten. Bogotás Bürgermeister Carlos Galán (48) verkündete da noch: „Die erste Operation war erfolgreich.“ Uribes Zustand sei aber weiter kritisch. Am Samstag meldeten die Ärzte dann, dass sich seine Situation wegen einer Hirnblutung deutlich verschlechtert habe. Uribe befand sich weiter auf der Intensivstation.

Angst vor Rückkehr der Gewalt

Der Politiker war ein Gegner der linksgerichteten Regierung Kolumbiens und ein Gegner von Guerillagruppen und mächtigen Drogenkartellen in dem südamerikanischen Land. Uribe hatte im Oktober angekündigt, dass er 2026 für das Präsidentenamt kandidieren werde.

[-->Miguel Uribe, der glühende Kritiker von Präsident Gustavo Petro (65), stammt aus einer berühmten Familie. Sein Großvater Julio César Turbay war für vier Jahre Staatschef (1978–1982). Seine Mutter Diana, eine Journalistin, wurde vom Medellín-Kartell des Drogenbosses Escobar entführt und starb 1991 bei einem missglückten Befreiungsversuch.

▶︎ Das Attentat löste Befürchtungen bei vielen Menschen in dem südamerikanischen Land aus, dass es zu einer Gewaltspirale wie in den 1980er und -90er Jahren kommen könnte, als bewaffnete Angriffe der Drogenkartelle und Morde an Politikern zum Alltag gehört hatten.

Das kolumbianische Verteidigungsministerium hat eine Rekordbelohnung von 615.000 Euro für Hinweise zu den Hintergründen des Anschlags ausgesetzt.

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