Konklave: Sixtinische Kapelle wird für die Papst-Wahl zum Bunker | Politik

07.05.2025 - Çarşamba 14:19

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Jetzt herrscht Funkstille im Vatikan. Die Wahl des neuen Papstes (Konklave) steht auf der Tagesordnung. Nach der Anweisung „Extra Omnes“ („Alle raus“) müssen alle bis auf die 133 wahlberechtigten Kardinäle die Sixtinische Kapelle verlassen. Dann schließen sich die Türen.

Hinter den Mauern sind sie weggesperrt, bis sie mit Zwei-Drittel-Mehrheit – das sind mindestens 89 Stimmen – einen neuen Papst gekürt haben.

Auch der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller stimmt ab Mittwoch über den neuen Papst ab

Auch der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller stimmt ab Mittwoch über den neuen Papst ab

Foto: AP

Die Außenwelt? Komplett abgeschnitten! Es gibt kein Telefon (außer eins für Notfälle), kein Fernsehen, keine Internetverbindung, kein Radio, keinen Computer, keine Zeitungen. Verlassen dürfen die Kardinäle die Kapelle nur, um ins ebenfalls abgeschirmte Haus Santa Marta innerhalb der vatikanischen Mauern zu gehen. Dort schlafen sie.

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Quelle: BILD, Reuters, dpa

Der Ort, auf den die Welt ab Mittwoch schaut: die Sixtinische Kapelle im Vatikan wird für das Konklave völlig abgeriegelt

Der Ort, auf den die Welt ab Mittwoch schaut: Die Sixtinische Kapelle im Vatikan wird für das Konklave völlig abgeriegelt

Foto: picture alliance/dpa/Daniel Kalker

Mit einem Siegel der Päpstlichen Schweizergarde wurden die Eingänge zum Apostolischen Palast im Vorfeld des Konklaves zur Wahl des nächsten Papstes im Vatikan geschlossen

Mit einem Siegel der Päpstlichen Schweizergarde wurden die Eingänge zum Apostolischen Palast im Vorfeld des Konklaves zur Wahl des nächsten Papstes im Vatikan geschlossen

Foto: Vatican Media/via REUTERS

Elektronische Störsender sollen Geheimhaltung sicherstellen

Laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa werden in der Sixtinischen Kapelle sogar Jammer eingesetzt! Dabei handelt es sich um Geräte, die Mobilfunkkommunikation oder Alarmsysteme blockieren, Satellitennavigation stören oder WLAN-Signale unterbrechen.

Üblicherweise werden Jammer weltweit von Militärs eingesetzt, um zum Beispiel Drohnen und feindliche elektronische Kriegsführung zu stören. Die hoch entwickelte Technologie wird auch von Nato-Soldaten genutzt, um in Kriegsgebieten etwa ferngezündete Sprengsätze zu stören.

Der Vatikan greift seit Langem während des äußerst sensiblen Moments der Wahl eines neuen Papstes auf diese Technologie zurück. Wie schon bei den vergangenen beiden Papstwahlen müssen die Kardinäle zudem ihre Mobiltelefone und tragbaren Geräte abgeben, bevor sie die Versammlung betreten.

Bei Verstoß gegen Funkstille droht Kirchen-Ausschluss

Zwei Bereiche werden besonders geschützt: die Sixtinische Kapelle und die angrenzenden Zonen. Dort gilt eine doppelte Einschränkung – sowohl hinsichtlich des Zugangs als auch der Abschirmung der Räume und zwischen angrenzenden Zimmern –, damit niemand mithören kann, was die Kardinäle im abgeschlossenen Raum besprechen.

Jedes Fenster wird verdunkelt, um den Kontakt zur Außenwelt zu verhindern. Vor dem Beginn des Konklaves wird eine umfassende technische Überprüfung durchgeführt, um das Vorhandensein von Wanzen, Übertragungsgeräten oder anderen Abhörvorrichtungen auszuschließen.

Letzte Malerarbeiten und Vorbereitungen laufen in der Sixtinischen Kapelle: ab dem 7. Mai beginnt die Wahl des neuen Papstes

Letzte Malerarbeiten und Vorbereitungen laufen in der Sixtinischen Kapelle. An diesem Mittwoch, 7. Mai, beginnt die Wahl des neuen Papstes

Foto: ---/Vatican Media/dpa

▶︎ Brisant: Wer gegen die Funkstille des Konklaves verstößt, kann aus der Kirche ausgeschlossen werden. So weit kam es aber noch nie.

Auch alle anderen, die in der Nähe bleiben (zum Beispiel zwei Bereitschaftsärzte), müssen einen Eid ablegen. Ihnen ist „absolut verboten“, die Kardinäle anzusprechen.

Für die Wahl des Papstes wurden 133 Holzkugeln mit Zahlen versehen, die den wahlberechtigten Kardinälen entsprechen – ein Mittel zur Auslosung der 3 Skrutatoren (Wahlhelfer; zählen die Wahlzettel), 3 Revisoren (Überprüfen die Wahlzettel) und 3 Infirmarii (sammeln Stimmen der Kranken ein)

Für die Wahl des Papstes wurden 133 Holzkugeln mit Zahlen versehen, die den wahlberechtigten Kardinälen entsprechen. Die Kugeln dienen zur Auslosung der drei Skrutatoren (Wahlhelfer; zählen die Wahlzettel), drei Revisoren (überprüfen die Wahlzettel) und drei Infirmarii (sammeln Stimmen der Kranken ein)

Foto: Vatican Media/via REUTERS

Ein weiterer stark kontrollierter Bereich wird das Gästehaus Santa Marta sein, in dem die Kardinäle untergebracht werden: Dort werden sie gemeinsam essen, Beichtgelegenheit haben, beten – jedoch stets abgeschirmt von Personen, die keinen Eid absoluter Verschwiegenheit geleistet haben.

Zum Ärger der Medienvertreter aus aller Welt zählt zum neuen Sicherheitskonzept des Vatikans auch, dass dieses Mal keine Journalisten vorab die umgebaute Sixtinische Kapelle besichtigen durften – anders als 2013, als Reporter sogar noch den Ofen aus nächster Nähe bestaunen konnten.

BILD-Reporter Albert Link kurz vor der Papstwahl 2013 – damals durften sich Journalisten vor dem Konklave  in der abgeriegelten Sixtinischen Kapelle umsehen

BILD-Reporter Albert Link kurz vor der Papstwahl 2013. Damals durften sich Journalisten vor dem Konklave in der abgeriegelten Sixtinischen Kapelle umsehen

Foto: Privat

info.BILD.de | Interaktive Grafik: Mónica Rodríguez

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