Kritik an Reform: Bundesjugendspiele sollen wieder Wettkampf werden | Politik

29.06.2024 - Cumartesi 11:20

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Riesen-Wirbel um die Bundesjugendspiele!

Voriges Jahr wurde der Schüler-Wettkampf reformiert: keine Punkte und kein Wettkampf mehr für Grundschüler. Die Entscheidung war hart umkämpft und stark umstritten. Dieses Jahr fand der neue weichgespülte Wettbewerb zum ersten Mal statt und löste Entsetzen bei vielen Politikern und Sportlern aus.

Es zählen nicht mehr genaue Zeiten oder Weiten. Stoppuhr und Maßband sind verpönt. Dafür gibt es Zielsprünge, Zonenweitwurf, Zeit-Schätzlauf oder Wasserball-Dribbeln.

Voll-Enttäuschung bei den Grundschülern.

BILD erfuhr: Jetzt kommt die Rolle rückwärts. Die Länder wollen die Reform zurücknehmen und die Bundesjugendspiele wieder zum Wettkampf machen.

So sieht die Urkunde für Grundschüler 2024 aus – ohne Punkte

So sieht die Urkunde für Grundschüler 2024 aus – ohne Punkte

Foto: privat<!-->

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Denn: Es hagelt seit Wochen Kritik!

Jetzt gibt es eine geheime Krisensitzung, wie BILD erfahren hat: Die „Kommission Sport der Kultusministerkonferenz“ trifft sich diesen Donnerstag mit Vertretern des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB), um über ein mögliches Zurückdrehen der Entscheidung zu diskutieren.

Hessens Kultusminister Armin Schwarz (56, CDU) ist seit einem halben Jahr neu im Amt, spielt Handball und Tennis und kritisiert die Bundesjugendspiele-Reform

Hessens Kultusminister Armin Schwarz (56, CDU) ist seit einem halben Jahr neu im Amt, spielt Handball und Tennis und kritisiert die Bundesjugendspiele-Reform

Foto: Arne Dedert/dpa<!-->

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Hintergrund: Der DOSB stellt zusammen mit der Präsidentin der Kultusministerkonferenz, dem Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes und der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Kuratorium der Bundesjugendspiele.

[-->Minister: „Reform muss jetzt ganz schnell wieder zurückgedreht werden“

Als erster in der Kultusministerkonferenz positioniert sich Hessens neuer Kultusminister Armin Schwarz (56, CDU) öffentlich für das Aus der umstrittenen Bundesjugendspiel-Reform. Er sagt zu BILD: „Das Rad muss jetzt ganz schnell wieder zurückgedreht werden. Es geht in die völlig falsche Richtung, wenn wir unseren Kindern vermitteln, dass Leistung nichts mit dem Leben zu tun hat.“

Auch Sportler unterstützen das. Felix Loch (34), dreifacher Olympia-Gewinner beim Rodeln, ärgerte sich mit der Urkunde seines Sohnes in der Hand: „So schaut sie aus, die Urkunde der neuen Bundesjugendspiele ‚Wettbewerb‘ mit OHNE Punkte!“

Schwarz weiter zu BILD: „Wenn alles beliebig wird, gibt es keinen Ansporn mehr, besser zu werden. Das wäre bedenklich für unsere Gesellschaft. Wir müssen deshalb auch den Spaß am sportlichen Wettkampf viel mehr fördern, statt ihn zu bremsen.“

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