Lanz lobt plötzlich Trump: „Das muss man auch mal anerkennen“ | Politik

09.07.2025 - Çarşamba 02:56

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Das kam unerwartet! Beim Thema Gaza hat Markus Lanz (56), sonst ein besonders strenger Kritiker Donald Trumps (79), dem US-Präsidenten plötzlich ein dickes Lob ausgesprochen.

Grund: Der „Abraham-Vertrag“, mit dem Trump seit September 2020 Araber und Israelis zu einer friedlichen Zukunft zusammenbrachte. CNN-Korrespondent Frederik Pleitgen (49) jetzt dazu: „Dieses Abkommen ist zumindest eins, das gehalten hat. Das ist ja schon mal etwas, was man in dieser Region nicht so oft sieht.“

Lanz danach über den Einsatz des US-Präsidenten in Nahost: „Vielleicht muss man an der Stelle ehrlicherweise auch sagen: Trump hat durchaus das eine oder andere erreicht. Also es ist keinen Grund, darüber immer hämisch hinwegzugehen, finde ich, sondern das muss man dann auch mal anerkennen!“

Migrationsexperte Gerald Knaus (55) über Trumps Hoffnungen auf höhere Weihen: „Ich glaube nicht, dass er den Nobelpreis bekommen wird.“ Aber: „Vielleicht kann Friedrich Merz ihn in ein oder zwei Jahren noch einmal vorschlagen.“ CSU-Generalsekretär Martin Huber (47) zweifelnd: „Trump würde sich sehr freuen, aber ich glaube, dass das Komitee noch andere Vorschläge prüft. Es ist eine sehr schwierige Entscheidung. Barack Obama hat den Nobelpreis ja auch bekommen, sehr früh, zu Beginn seiner Amtszeit.“

Hubers Bedenken: „Es ist generell schwierig, wenn Politiker, die mitten im Amt sind, solche Auszeichnungen bekommen. Sie sind dann auch gehemmt in ihren Aktionen. Das hat man bei Barack Obama gesehen.“

Der CSU-General über die Lage: „Ich denke, dass es insgesamt sehr klar ist, dass wir an der Seite Israels stehen. Zum einen ist es völlig legitim, Israel auch zu kritisieren. Gleichzeitig ist für uns aber auch klar, dass Israel die weitere Unterstützung braucht.“ Denn, so Huber: „Israel ist die einzige Demokratie im Nahen Osten, und am 7. Oktober 2023 ist der größte Mord an Juden seit der Shoah verübt worden. Israel ist in einer permanenten Situation der Bedrohung!“ Seine Analyse: „Das Leid in Gaza lässt niemanden unberührt, und natürlich ist klar, dass man sich die Frage stellen kann, was in Gaza jetzt noch an Zielen militärisch zu erreichen ist.“

CSU-Generalsekretär Martin Huber (47)

CSU-Generalsekretär Martin Huber (47)

Foto: ZDF/Markus Lanz

Hubers Kritik: „In meinen Augen wird zu wenig diskutiert, dass die Hamas auf perfide Art und Weise diese Bilder provoziert. Dass sie unterbindet, dass die Bevölkerung fliehen kann, den Zugang zu den Hilfslieferungen kontrolliert und versucht, daran mitzuverdienen.“ Sein Vorwurf an ungerechte Kritiker: „Da tut man sich vielleicht ein bisschen leicht, das aus dem klimatisierten Fernsehstudio heraus zu kommentieren. Die Hamas hätte es in der Hand, den Konflikt sofort zu beenden, indem sie die Geiseln freilässt und das Existenzrecht Israels anerkennt!“

Die Talk-Runde am 8. Juli (v.l.): Gastgeber Markus Lanz, Martin Huber (CSU), Anna Lehmann (Journalistin), Gerald Knaus (Migrationsexperte) und Frederik Pleitgen (CNN-Korrespondent)

Die Talk-Runde am 8. Juli (v.l.): Gastgeber Markus Lanz, Martin Huber (CSU), Anna Lehmann (Journalistin), Gerald Knaus (Migrationsexperte) und Frederik Pleitgen (CNN-Korrespondent)

Foto: ZDF/Markus Lanz

Pleitgens Prognose: „Es geht jetzt um Hard Power. Geht da jetzt ein Land hin, nimmt die Zügel in die Hand und versucht, das Ganze zu beenden? Und da ist es so, dass Donald Trump das mit Hochdruck probiert.“ Denn, so der Reporter: „Trump ist in den Nahen Osten gegangen und dort belächelt worden, weil er sich ein Flugzeug hat schenken lassen. Aber es ist so, dass jetzt die ganzen Golfstaaten auf dieser (seiner) Linie sind. Die Kataris sind jetzt viel eher bereit, die Hamas zu drängen, auf das Angebot der Israelis einzugehen.“

Pleitgen über die Chancen auf Frieden: „Die USA sind das einzige Land, und Donald Trump ist der einzige Präsident. Biden hätte das nie geschafft, weil er nie in der Lage gewesen wäre, den Druck auf Netanjahu auszuüben, den Donald Trump ausüben kann.“

Huber zum Schluss: „Ich würde mir wünschen, dass wir das Völkerrecht nicht nur heranziehen, wenn es darum geht, was macht Israel, wenn es sich verteidigt? Sondern dass wir das Völkerrecht auch dann heranziehen, wenn Israel angegriffen wird. Denn wenn Israel angegriffen wird, wird seltsamerweise kaum über das Völkerrecht diskutiert.“

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Quelle: Reuters

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