Lithium für E-Autos: Rohstoff-Schatz kann Deutschland Milliarden bringen | Politik

19.10.2025 - Pazar 22:49

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Berlin/Salzwedel – Wird Deutschland durch dieses Projekt zu einem unabhängigen Player im internationalen Kampf um Rohstoffe – und autonomer von Importen?

Die Firma „Neptune Energy“ hat in der Altmark (Sachsen-Anhalt) nach eigenen Angaben ein gigantisches Vorkommen an Lithium nachgewiesen. Vor allem für die Zukunft der deutschen Auto-Industrie könnte das ein Gamechanger sein. Denn: Lithium ist essenzieller Bestandteil wiederaufladbarer Batterien, wie sie zum Beispiel in Elektroautos, Smartphones oder Tablets verwendet werden.

Und das ist noch nicht alles: Für die deutsche Wirtschaft könnte die Förderung Milliarden bringen! Nach Firmenangaben gibt es in der Altmark ein Vorkommen von 43 Millionen Tonnen Lithiumkarbonatäquivalent (LCE). Das wäre „eine der größten projektbezogenen Lithium-Ressourcen der Welt“.

Hier wird Lithium gebraucht: Ein Fahrgestell mit Batterie für ein E-Auto

Hier wird Lithium gebraucht: Ein Fahrgestell mit Batterie für ein E-Auto

Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Der Rohstoff wird nicht etwa durch klassischen Bergbau gewonnen. Der Plan: Stattdessen soll Thermalwasser aus der Tiefe an die Oberfläche gepumpt werden. Lithium wird durch eine Filteranlage gewonnen, das Wasser wieder nach unten gepumpt. Thermalwasser stammt aus unterirdischen Quellen.

1500 Arbeitsplätze könnten entstehen

Das Unternehmen veröffentlichte am Donnerstag eine Schätzung der Unternehmensberatung IW Consult. Sie erwartet für die Jahre 2025 bis 2042 eine „potenzielle deutschlandweite Bruttowertschöpfung im Falle eines voll entwickelten Projektes mit bis zu 25.000 Tonnen jährlicher Lithiumförderung (LCE), die insgesamt bei 6,4 Milliarden Euro läge.“ Bis zu 1.500 Arbeitsplätze könnten entstehen.

So sieht sieht eine Lithium-Extraktonsanlage aus

So sieht eine Lithium-Extraktionsanlage aus

Foto: Neptune Energy

Bruttowertschöpfung bedeutet: Wie viel echtes Geld bleibt im Land hängen, nachdem man die Kosten für Vorleistungen (z. B. Rohstoffe, Energie, Maschinen) abzieht? Das können sein: Arbeitsplätze (Bergbau, Transport, Verarbeitung, Verwaltung), Einnahmen für Unternehmen, aber auch Steuern und Abgaben und regionale Effekte (z. B. Handwerksaufträge, Infrastruktur).

Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums in Sachsen-Anhalt antwortet auf BILD-Anfrage vage: „Das mögliche Vorhaben einer Lithiumgewinnung in der Altmark ist derzeit noch in einer sehr frühen Phase. Ob es einen konkreten Beitrag zur Versorgung des einheimischen und europäischen Marktes mit Lithium leisten kann, lässt sich mit hinreichender Sicherheit erst nach Beendigung der Demonstrationsphase des Vorhabens bewerten.“

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