Los Angeles: Krawalle schocken Amerika – und die Welt | Politik

10.06.2025 - Salı 07:23

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Los Angeles – Seit Tagen toben gewalttätige Unruhen gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE („Immigration and Customs Enforcement“) und gegen die Festnahme von Migranten, denen US-Präsident Donald Trump (78) illegale Einreise vorwirft. Betonbrocken, Straßenschilder, E-Scooter und Feuerwerkskörper werden geworfen – die Polizei erwidert mit Tränengas, Gummigeschossen, Pfefferspray und Blendgranaten.

Downtown L.A. ist eine Kriegszone: Anarchie, Plünderungen, Vandalismus! US-Flaggen werden angezündet. „Tod für Amerika“ auf Wände gesprüht. Gleichzeitig eskaliert der politische Zoff zwischen US-Präsidenten Donald Trump (78) und Gavin Newsom (57), nachdem Trump – entgegen den Wünschen des Kalifornien-Gouverneurs – die National-Garde mobilisiert hatte.

BILD beantwortet die wichtigsten Fragen:

Wie haben die Proteste begonnen?

Der Beginn der Abschiebe-Offensive der US-Bundesbehörden wurde von vielen mit einem dramatischen Moment verknüpft: Ein weißer Van fuhr auf den Parkplatz einer „Home Depot“-Filiale in Los Angeles. Plötzlich rief jemand in einer Gruppe von Tagelöhnern: „La Migra!“ – „Die Einwanderungsbehörde!“ Maskierte Agenten der Abschiebebehörde ICE sprangen aus dem Fahrzeug, Menschen flohen in alle Richtungen. Laut Augenzeugenberichten griffen die Beamten „wen sie erwischen konnten“, wie die „Washington Post“ berichtete. Diese und ähnliche Razzien wurden als Auftakt einer groß angelegten Abschiebe-Offensive der Bundesbehörden aufgefasst. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Empörung, besonders in Los Angeles County – dem Heimatort der größten hispanischen Gemeinde der USA. Etwa 50 Prozent der Bevölkerung sind dort Latinos, rund zehn Prozent leben ohne Papiere.

Vermummte am Montag in Downtown L.A.

Nach den Krawallen am Sonntag hat die Polizei von Los Angeles für die Innenstadt ein Versammlungsverbot erlassen

Foto: AP

Am Sonntag wurden mehrere Robo-Taxis des Unternehmens Waymo in Brand gesteckt, sie wurden wohl gezielt gerufen

Am Sonntag wurden mehrere Robo-Taxis des Unternehmens Waymo in Brand gesteckt, sie wurden wohl gezielt gerufen

Foto: SPENCER PLATT/Getty Images via AFP

Was passierte bei den Razzien wirklich?

Donald Trumps „Grenz-Zar“, der Abschiebe-Beauftragte Tom Homan (63), jedoch widerspricht: Die Zugriffe sollen anlässlich der Ermittlungen gegen Bandenkriminalität stattgefunden haben. „Das waren keine Migranten-Razzien“, sagte er auf MSNBC. Verhaftet wurden, so die Bundesbehörde, illegale Immigranten, u. a. verurteilt wegen Gewalt gegen Kinder, Totschlags oder sexuellen Missbrauchs.

Wer demonstriert da eigentlich?

Zu Beginn waren es Migranten und Aktivisten, angefeuert auch von örtlichen Politkern, die Trump für das Chaos verantwortlich machen wollten. Rasch jedoch betteten sich Extremisten progressiver Gruppe ein – Israel-Hasser mit Palästina-Flaggen, „Black Lives Matter“-Agitatoren und besonders „Antifa“-Krawallmacher. Antifa bildet, wie so oft, den harten Kern an Gewalttätern: Sie tragen schwarze, paramilitärische Outfits, haben Werkzeuge zum Herausbrechen von Betonbrocken als Wurfgeschosse. Und Brandsätze. Ins Kreuzfeuer der Kritik gerieten auch NGOs, besonders die „Coalition for Humane Immigrant Rights of Los Angeles“ (CHIRLA). Die wurde im Vorjahr mit 34 Millionen Dollar gefördert. Jetzt soll sie Proteste organisieren und hinter den Unruhen stehen, sagte der Abgeordnete Carl DeMaio (50).

Etwa 300 Soldaten der kalifornischen Nationalgarde hatten am Sonntag in der Stadt Stellung bezogen

Etwa 300 Soldaten der kalifornischen Nationalgarde hatten am Sonntag in der Stadt Stellung bezogen

Foto: PATRICK T. FALLON/AFP

In Compton schwenkt ein Mann eine Palästinenser-Fahne, im Hintergrund die Polizei-Hass-Parole „ACAB“ („All Cops are Bastards“, dt. Alle Polizisten sind Bastarde)

In Compton schwenkt ein Mann eine Palästinenser-Fahne, im Hintergrund die Polizei-Hass-Parole „ACAB“ („All Cops are Bastards“, dt. Alle Polizisten sind Bastarde)

Foto: RINGO CHIU/AFP

Warum schickt Trump die Nationalgarde?

Trump fackelte nicht lange, mobilisierte 2000 Soldaten: Dass Bundesbeamte angeblich bespuckt wurden, steigerte seine Wut. „Wer spuckt, wird hart angegangen“, sagte Trump. Aber: Normalerweise haben die Gouverneure die Hoheit über die Nationalgarde. Unter bestimmten Umständen jedoch, wenn eine „Rebellion“ gegen die Staatsmacht droht, ist die Mobilisierung möglich. Zuletzt angewandt im Jahr 1965. Zwar wurde die Nationalgarde auch bei Krawallen in Ferguson (Missouri) 2014 und nach dem Tod von George Floyd (46) in Minneapolis (Minnesota) 2020 mobilisiert – doch der Einsatzbefehl kam von den jeweiligen Gouverneuren. Da brannten die Städte schon.

Und weshalb wehrt sich der Gouverneur?

Newsom hingegen verurteilt Trumps Schritt als eine „mutwillige Eskalation“. Newsom und auch die L.A.-Bürgermeisterin Karen Bass (71) beteuern, örtliche Sicherheitskräfte könnten die Ruhe wiederherstellen: Doch das LAPD ist mit bloß 8620 Polizisten dramatisch unterbesetzt – bei den Krawallen an multiplen Brandherden fehlt es überall an Einsatzkräften.

Ausschreitungen in Los Angeles: Australische Reporterin angeschossen

Quelle: 9news Lauren Tomasi/Instagram

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