Löst Trump eine Flüchtlingswelle wie 2015 aus? | Politik

08.03.2025 - Cumartesi 06:41

[ad_1]

Seitdem Donald Trump (78) die Gelder der US-Entwicklungshilfebehörde USAID eingefroren hat, herrscht Chaos. Während die Regierung sich über eine finale Entscheidung mit dem Supreme Court bekriegt, warnen Experten: Trumps Entscheidung könnte Millionen Menschenleben kosten und eine Flüchtlingswelle wie im Jahr 2015 auslösen. Die Auswirkungen der Entscheidung des US-Präsidenten sind schon jetzt überall auf der Welt spürbar.

Der Supreme Court stoppte Trump zwar am Freitag, ordnete an, die Hilfen von 1,5 bis 2 Milliarden Dollar bis Montag freizugeben. Doch die meisten Mitarbeiter der Behörde sind gar nicht in ihren Büros, sondern beurlaubt.

„Das Zahlungssystem ist paralysiert. Es herrscht Chaos. Die Auswirkungen sind massiv, das ganze humanitäre System wankt“, sagt Sonja Hövelmann vom „Centre for Humanitarian Action“ zu BILD.

Besonders für Kinder ist die Tuberkulose-Prävention wichtig. Dieses kleine Mädchen wurde 2023 in Indonesien geimpft

Dieses kleine Mädchen wurde 2023 in Indonesien gegen Tuberkulose geimpft, solche Impfungen wurden jetzt eingestellt. Die Folgen können tödlich sein

Foto: AFP

Eine Katastrophe für die Welt

Die USA sind weltweit das größte Geberland in der Entwicklungshilfe, die Einsparungen treffen die Ärmsten der Armen. Amerika finanzierte damit bisher Lebensmittel, Bildung, Kühlketten für Impfstoffe, Systeme, die Dürren oder Wirbelstürme vorhersagen, Fluglinien, die an abgelegene Orte Nahrungsmittel bringen.

Eine Katastrophe nicht nur für die Menschen vor Ort: „Es ist Irrsinn zu glauben, dass Naturkatastrophen und Erreger wie Ebola vor Landesgrenzen haltmachen“, so Expertin Sonja Hövelmann.

Die US-Regierung sieht die Milliardensummen für Hilfsprogramme als Verschwendung von Steuergeldern. Trump will sein Wählerversprechen von „America First“ einlösen. Dabei spielt die USAID mit ihrem jährlichen Budget von 42,8 Milliarden Dollar (rund 41,9 Milliarden Euro) im US-Haushalt nur eine untergeordnete Rolle.

Trump (78) mit seinem Berater Elon Musk (53): Musk soll in den US-Behörden „aufräumen“. Was für ihn Zahlen auf dem Papier sind, bedeutet vor Menschen tausende Kilometer weit weg eine Katastrophe

Trump (78) mit seinem Berater Elon Musk (53): Musk soll in den US-Behörden „aufräumen“. Was für ihn nur Zahlen auf dem Papier sind, bedeutet für Menschen tausende Kilometer weit weg eine Katastrophe

Foto: Alex Brandon/AP/dpa

„Wird sehr viele Menschenleben kosten“

Die afrikanische Gesundheitsbehörde „CDC Africa“ befürchtet zwei bis vier Millionen Todesfälle durch behandelbare Krankheiten. 39 Millionen Menschen würden in Armut gestürzt, zehntausende Jobs sind in Gefahr. Die WHO warnt vor einer Katastrophe. Auch Hövelmann sagt: „Es wird sehr viele Menschenleben kosten.“

In Myanmar mussten bereits acht Krankenhäuser schließen, in Kambodscha pausieren Projekte zur Minenräumung. Im Hafen von Dschibuti (Ostafrika) stecken 35.000 Tonnen verderbliche Nahrungsmittel fest, weil kein Geld da ist, sie weiter nach Äthiopien zu transportieren. Das sind Lebensmittel für zwei Millionen Menschen, die sonst nichts zu essen haben.

Trump zerstört Strukturen, die über Jahrzehnte aufgebaut wurden: „Mitarbeiter, die bei Hilfsorganisationen vor Ort durch die Kürzungen entlassen wurden, sind notgedrungen weg und können nicht so schnell wieder eingestellt werden“, so Hövelmann. Selbst der eingreifende Supreme Court kann daran nichts ändern.

„Man fühlt sich an 2015 erinnert“

Hilfsorganisationen warnen vor einer neuen Flüchtlingsbewegung. „Die Gründe für Migration sind fehlende Chancen, fehlende Gesundheitsversorgung und das Wissen, dass man an einem anderen Ort eine bessere haben kann“, zitiert „CBS News“ einen Beamten eines USAID-Programms in Kolumbien.

Experten vergleichen die Situation bereits mit dem Jahr 2015, dem Jahr der Flüchtlingskrise: „Man fühlt sich tatsächlich an 2015 zurückerinnert“, so die österreichische Migrationsexpertin Dr. Judith Kohlenberger zu BILD.

Kürzungen der Nahrungsmittelhilfe verschlechterten damals die Situation von syrischen Flüchtigen, die in Jordanien und im Libanon gestrandet waren so dramatisch, dass sie sich schließlich auf den Weg nach Europa machten. „Mit den bekannten Folgen“, so Dr. Judith Kohlenberger.

Über die fehlende US-Hilfe sagt die Expertin: „All das trägt nicht dazu bei, dass stabile Verhältnisse geschaffen werden, damit Menschen in ihrem Heimatland bleiben können.“

[ad_2]
Apsny News

YORUM YAZ

Yorum Yazabilmek İçin Lütfen Giriş Yapın.