Mallorca – TUI-Chef Ebel kritisiert deutsche Politik: „Staat macht Urlaub teurer!“ | Politik

19.07.2025 - Cumartesi 19:01

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Hannover – Große Aufregung um Anti-Tourismus-Proteste in Spanien – doch einer, der sich von deutschen Mallorca-Hassern auf der Straße und spanischen Protesten gegen Massentourismus nicht nervös machen lässt, ist TUI-Chef Sebastian Ebel (62).

▶︎ Zu BILD sagt er klar: „Die Touristen sind sehr willkommen.“ Stattdessen nimmt er die deutsche Politik in die Pflicht – die sorge mit hohen Steuern und Abgaben dafür, dass der Urlaub für viele immer teurer werde.

Beim Thema Urlaubskosten sieht Ebel klare Versäumnisse der Politik. Wer flexibel bei Reiseziel und Zeitpunkt sei, finde zwar gute Angebote – doch insgesamt werde der Urlaub künstlich verteuert. Deutschland habe die höchsten Steuern und Abgaben beim Fliegen, kritisiert er.

Zudem verteuere ein überdimensionierter Sicherungsfonds zusätzlich die Pauschalreise. Verbrauchern und Unternehmen werde das Geld regelrecht aus der Tasche gezogen, so Ebel – unter Aufsicht und mit Billigung der Bundesjustizministerin.

Seine Kritik zielt auch direkt ins Kanzleramt: Bundeskanzler Friedrich Merz (69, CDU) und Finanzminister Lars Klingbeil (47, SPD) hätten dem Land eine neue Wirtschaftspolitik versprochen – doch passiert sei bisher wenig. „Versprechen muss man halten, sonst verliert Politik weiter an Glaubwürdigkeit.“

Ebel warnt vor Übertreibung auf Mallorca

In der Diskussion um kritische Plakate und Demonstrationen auf der Lieblingsinsel der Deutschen, Mallorca, warnt Ebel vor falscher Dramatisierung: „Solche Schlagzeilen zeichnen doch ein falsches Bild: Wenn in Hamburg 2017 beim G20 ganze Straßenzüge in Flammen stehen, ist ja nicht Deutschland unsicher oder befindet sich im Ausnahmezustand.“

► Eine klare Botschaft hat der TUI-Chef an deutsche Politiker, die sich in die Mallorca-Debatte einmischen: „Ich halte es für unpassend, wenn deutsche Politiker den Spaniern Ratschläge geben. Es gibt hier in Deutschland genug für sie zu tun.“

Ebel kritisierte unter anderem die marode Infrastruktur bei Straßen, Brücken und der Deutschen Bahn sowie die überbordende Bürokratie und die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. „Da sollten alle anpacken.“

Für Ebel liegt das Problem zudem nicht bei den Hotelgästen, sondern bei Ferienwohnungen und Plattformen wie etwa Airbnb & Co.

Hotelurlauber nähmen niemandem eine Wohnung weg: „Die Probleme des Wohnungsmarktes mit hohen Preisen und geringer Verfügbarkeit für die lokale Bevölkerung sind ein Resultat des Individualtourismus.“

Kommt jetzt der Ami-Ansturm?

Für Ebel ist klar: „Es gibt schon eine große Liebe der Deutschen zu Mallorca.“ Dabei gehe es nicht nur um Sonne und Strände, sondern um die Gastfreundschaft, die Natur und Vielfalt der Insel.

Aber: Amerikanische Gäste seien zahlungskräftig und meist bereit, auch höhere Hotelpreise zu zahlen.

Die Europäer seien Mallorca jedoch seit Jahrzehnten treu. Und auch bei den Hotelbetten bleibe alles stabil: Die Hotelbettenzahl auf der Insel habe sich nicht erhöht, neue Hotelprojekte habe man ebenfalls nicht.

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