Markus Lanz: Grünen-Fraktionschefin legt gegen Spahn nach | Politik

17.07.2025 - Perşembe 05:06

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Erst Wut-Rede, dann neue Vorwürfe! Grüne-Fraktionschefin Britta Haßelmann (63) hat im Richter-Eklat um die SPD-Kandidatin Frauke Brosius-Gersdorf (54) bei Markus Lanz (56) kräftig nachgelegt.

Fünf Tage nach ihren zornbebenden Attacken gegen Unionsfraktionschef Jens Spahn (45, CDU) wegen der verpatzten Wahl zum Verfassungsgericht erweiterte die Grüne-Politikerin ihre Vorwürfe nun auch noch in Richtung Frauenfeindlichkeit. Gleichzeitig äußerte sie Verwunderung darüber, dass Spahn sich noch immer nicht bei ihr gemeldet habe.

Haßelmanns Rüge: „Am Freitag habe ich nicht unbedingt damit gerechnet, dass mich Jens Spahn anruft. Aber wir sind doch Fraktionsvorsitzende der demokratischen Fraktionen! Dass es bis heute gar keine Kontaktaufnahme gab, mal zu überlegen, wie geht man denn mit dieser Situation um …“ Denn, so Haßelmann: „Ich habe das doch nicht gesagt, um der CDU eins auszuwischen, wenn ich sage: Merkt ihr eigentlich nicht, dass die AfD einen Plan hat, euch zu zerstören?“

Die Talkrunde am Mittwoch (v.l.): Gastgeber Markus Lanz, Britta Haßelmann (Grüne), Christoph Ploß (CDU), Melanie Amann (Journalistin), Robin Alexander (Journalist)

Die Talkrunde am Mittwoch (v.l.): Gastgeber Markus Lanz, Britta Haßelmann (Grüne), Christoph Ploß (CDU), Melanie Amann (Journalistin), Robin Alexander (Journalist)

Foto: ZDF/Markus Lanz

Gegen den CDU-Abgeordneten Christoph Ploß (39) brach es dann aus ihr heraus: „Ich mache mir große Sorgen um die CDU/CSU! Sie haben damit vielleicht keine persönliche Lebenserfahrung, aber in meiner Biografie – ich bin jetzt 63 Jahre alt und ich sage Ihnen: Ich habe kein Interesse mehr daran, dass mir Männer diese Welt erklären!“ Haßelmanns neuer Ärger: „Welche Frau soll sich heute noch bereit erklären, in Führungsfunktion vorgeschlagen zu werden? So kann man mit Frauen in dieser Republik nicht umgehen! Jede Wissenschaftlerin, jede Ärztin, jede Frau in einer Führungsposition weiß, worüber ich gerade spreche!“

Lanz verblüfft: „Aber das geht über die Geschlechterfrage weit hinaus.“ Ploß: „Die Diskussion in der Union hat mit Geschlechterfragen gar nichts zu tun. Ich war ja live dabei. Hier war eine politische Agenda zu sehen, die die meisten in der Union ablehnen.“ Sein Urteil: „Ich hätte sie auch nicht gewählt. Das Problem bei Frau Brosius-Gersdorf ist ja nicht, dass die Positionen nicht bekannt wären, sondern dass sehr viele Positionen bekannt sind!“

„Spiegel“-Vize Melanie Amann (47) zum Schluss: „Jens Spahn ist ein gutes Beispiel dafür, dass es auch unfaire Kampagnen von linker Seite gibt. Ich finde, dass die Kampagne, die gegen ihn geführt wird, ungerecht ist.“ Vize-Chefredakteur der WELT (gehört wie BILD zu Axel Springer) Robin Alexander (50): „Die Grünen haben ja auch jemanden abgelehnt, der der Meinung war, man darf an der Grenze zurückweisen. Und was die Grünen für sich in Anspruch nehmen, muss ja auch für die andere Seite gelten.“

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