Medienbericht: Zwei Merz-Minister stehen offenbar fest | Politik

27.04.2025 - Pazar 11:43

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Friedrich Merz hat offenbar seine Personalwahl für zwei zentrale Ministerien getroffen – und setzt dabei gleich doppelt auf Schleswig-Holstein. Demnach sollen Johann Wadephul (62) Außenminister und Karin Prien (59) Bildungsministerin werden.

Das berichtet „Table Media“. Damit würde CDU-Chef Merz, der am 6. Mai zum Bundeskanzler gewählt werden soll, eine alte Regel der Machtarithmetik ignorieren: den Länderproporz. Der besagt, dass möglichst viele Bundesländer im Kabinett vertreten sein sollen.

Doch für Merz stand offenbar anderes im Vordergrund – fachliche Kompetenz und politische Loyalität. Offizielle Bestätigungen für die Personalien gibt es bislang nicht – aber deutliche Hinweise.

Wadephul besuchte schon andere Außenminister

Der CDU-Außenpolitiker Johann Wadephul (62)

Der CDU-Außenpolitiker Johann Wadephul (62)

Foto: Michael Kappeler/dpa

Wadephul, seit 2009 im Bundestag, wäre der erste CDU-Außenminister seit Gerhard Schröder (1910 – 1989), Außenamtschef unter den Adenauer und Kiesinger und nicht zu verwechseln mit dem Bundeskanzler gleichen Namens. Inhaltlich würde der Norddeutsche passen: Er gilt als außenpolitische Größe der Union, war zuletzt faktisch schon im Amt – etwa am Freitag, bei seinem Besuch beim britischen Außenminister David Lammy (52), wo er über Europas Rolle bei den von den USA initiierten Friedensgesprächen zur Ukraine sprach. Mitte April war Wadephul bereits in Paris und sprach eineinhalb Stunden mit Außenminister Jean-Noël Barrot (41).

Auch innerparteilich scheint alles geklärt. Zwei mögliche Kandidaten haben sich entweder selbst aus dem Spiel genommen, wie David McAllister (54, möchte lieber in Brüssel bleiben) oder Armin Laschet (64), dem seine Raserfahrt in Aachen zum Verhängnis wurde – und der ohnehin nie wirklich als ernsthafter Kandidat gehandelt wurde.

Prien soll bereits nach Personal suchen

Obendrein: In der Union gilt es als nahezu ausgeschlossen, dass Merz für das Außenministerium einen anderen als Wadephul benannt. Er genieße inhaltlich zu 100 Prozent das Vertrauen des CDU-Chefs, im Gegensatz zu anderen Außenpolitikern der Union wie Roderich Kiesewetter. Wadephul sei auch loyal genug, um Merz auf dem Feld der Außenpolitik nicht in die Quere zu kommen.

Karin Prien (59) ist seit acht Jahren Bildungsministerin in Schleswig-Holstein

Karin Prien (59) ist seit acht Jahren Bildungsministerin in Schleswig-Holstein

Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Auch Prien als Bildungsministerin wäre eine stimmige Wahl – die Schleswig-Holsteinerin ist Kultusministerin durch und durch. Seit Juni 2017 ist sie Bildungsministerin von Schleswig-Holstein, 2022 war sie zudem Präsidentin der Kultusministerkonferenz, eine Bildungs-Fachfrau!

Und: Sie kennt Merz seit Jahrzehnten.

Zudem weiß BILD, dass Karin Prien seit geraumer Zeit in Berlin nach Personal für ihr Ministerbüro sucht.

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