Migrationswende zeigt Wirkung: Deutschland nicht mehr Asyl-Spitzenreiter | Politik

05.07.2025 - Cumartesi 07:04

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Die Flüchtlingszahlen in Deutschland brechen ein! Im ersten Halbjahr 2025 wurden nach BILD vorliegenden Zahlen nur noch 61.300 Erstanträge auf Asyl gestellt – ein Rückgang um fast genau die Hälfte zum Vorjahr (121.426 Erstanträge 2024). Damit ist Deutschland nicht mehr Asyl-Land Nummer eins.

Im Juni waren es weniger als 7000 neue Asylanträge. Das sind rund 60 Prozent weniger als im Juni 2024 – und sogar 70 Prozent weniger als im Juni 2023. Ein derart niedriger Stand wurde zuletzt im März 2013 erreicht. Nur während des Corona-Lockdowns im Frühjahr 2020 lagen die Zahlen ähnlich tief.

▶︎ Die drastischen Rückgänge haben einen klaren Grund: Die neue Bundesregierung greift hart durch. Grenzkontrollen werden verschärft, der Familiennachzug gestoppt, die umstrittene Turbo-Einbürgerung abgeschafft. Auch mehr Herkunftsstaaten gelten jetzt als sicher – und in Brüssel setzt sich Berlin für strengere EU-Regeln ein.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (55, CSU) sieht darin einen klaren Erfolg. Zu BILD sagt er: „Das sind deutliche Erfolge der Migrationswende. Wir gehen den Weg, die Migration wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen, konsequent weiter.“

Deutschland nicht mehr Asyl-Spitzenreiter

Zuerst hatte die „Welt am Sonntag“ über den Rückgang berichtet. Zwar meldet die Europäische Asylagentur leicht abweichende Zahlen – der Trend bleibt jedoch derselbe.

▶︎ Demnach wurden im ersten Halbjahr 2025 in Deutschland 65.495 Asylanträge gestellt – ein Rückgang um 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Zahlen stammen aus einem als „vertraulich“ eingestuften Bericht der EU-Kommission vom 3. Juli 2025, der dem Blatt vorliegt.

Damit ist Deutschland bei den Asylzahlen erstmals seit Jahren nicht mehr das Land mit den meisten Anträgen in Europa. In Spanien wurden 76.020 Schutzgesuche gezählt, in Frankreich 75.428. Deutschland folgt mit Platz drei, knapp vor Italien (62.534), Griechenland (27.718) und Belgien (17.285).

Ganz unten auf der Liste: Ungarn (47 Anträge), die Slowakei (84) und Litauen (152).

Die meisten Antragsteller kommen aus Afghanistan

In Deutschland kamen die meisten Asylbewerber aus Afghanistan (22 Prozent), Syrien (20 Prozent) und der Türkei (11 Prozent). Auf Platz fünf: Russland, mit 3,1 Prozent aller Antragsteller.

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