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Minister fordert: Schluss mit dem Mimimi um Merz | Politik
07.08.2026 - Cuma 00:35
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Watschn gibt’s nicht nur in Bayern! Bei ZDF-Talkerin Sarah Tacke (43) hat jetzt Schleswig-Holsteins dänisch-deutscher Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen (53, CDU) kräftig ausgeteilt. Sein besonderer Ärger: Das immer heftigere Trommelfeuer auf Bundeskanzler Friedrich Merz (70).
Madsens Vorwurf: „Es ist für mich interessant, dass es heute Abend nur darum geht, was Herr Merz gesagt hat. Ich habe das Gefühl, dass wir im Team Deutschland die falschen Fragen stellen.“ Statt ‚Wie wollen wir unseren Wohlstand erhalten‘ mache man immer eine Meinungsbildung dazu, ob Merz der beste oder der schlechteste Kanzler sei.
„Stärker über Lösungen sprechen“
„Ich bin jetzt nicht der Mimimi-Merz. Er hat Experten, und die haben ein Problem erkannt, das wir durchaus haben. Wenn wir feststellen, es hilft nichts, dann müssen wir korrigieren. Und in Deutschland neigen wir dazu, dass wir nicht korrigieren dürfen.“ Statt Fehler einzugestehen, „suchen wir einen Schuldigen“.
„Wenn wir immer über Probleme diskutieren, bekommen wir Probleme“, warnte der Minister. „Wir müssen stärker über Lösungen sprechen. Ich bekomme jeden Morgen dänische Nachrichten und deutsche Nachrichten. Manchmal denke ich: Ist das der gleiche Planet? Was ist der Hintergrund, dass die Dänen von Optimismus, von Wachstum, von Aufschwung berichten? Dann lese ich die deutschen Nachrichten und bekomme das Gefühl: Okay, wir müssen alle sterben – Hauptsache, es geht schnell. Wir als Team Deutschland müssen viel, viel stärker die Bevölkerung motivieren!“
Viele fleißige Hände
Besonders energisch wies der Mann aus Schleswig-Holstein die Kritik an dem angeblichen Vorwurf des Kanzlers zurück, die Deutschen seien faul: „Ich glaube, dass der Kanzler da einen ganz anderen Punkt hat“, erklärte er. „Wir haben in Deutschland ein bisschen das Problem, dass, wenn jemand ein Problem anspricht, derjenige selbst zum Problem wird. Wir hören dann völlig auf, über das Problem zu diskutieren. Sondern wir regen uns dann über eine Wirtschaftsministerin oder einen Kanzler auf, statt dass wir die Fakten auf den Tisch legen und sagen: Was ist eigentlich damit gemeint?“
In Wirklichkeit hätten wir, so der Minister, „so viele fleißige Hände in Deutschland, so viele kluge Köpfe, die jeden Tag ihre Leistungen erbringen“, aber „wir sehen in der weltweiten Konkurrenz durch die Globalisierung auf China, auf Amerika, auf andere Länder, die einfach, nachdem abgepfiffen ist, immer noch auf den Platz stehen und immer noch Tore machen. Die Frage, der wir uns als Deutsche stellen müssen, ist: Wie wollen wir unseren Wohlstand erhalten? Wie ist das möglich? Und bedeutet das am Ende, dass wir die Ärmel hochkrempeln müssen, dass wir ein bisschen mehr bringen müssen? Und das müssen wir dann auch entsprechend belohnen.“
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