Mit Essen geködert: Die Wahrheit über die Trump-Fans in Grönland | Politik

13.01.2025 - Pazartesi 18:45

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Auch Eroberer müssen sich anpassen. Heute gibt es Steaks statt Glasperlen, Basecaps statt Spiegeln. Jedenfalls in Grönland bei den Trumps.

Die Bilder gingen um die Welt: Donald Trump Junior (47) landet am Dienstag auf Grönland (gehört zu Dänemark) – und trifft sich in einem Restaurant mit echten Trump-Fans. Sogar Basecaps der Trump-Kampagne MAGA (Make America great again) hatten sie auf!

Am Telefon von Donald Trump Junior sprach über Lautsprecher sein Vater Donald, der der Welt gerade verkündet hatte, dass er Grönland kaufen oder von Dänemark erpressen werde. „Keine Sorge“, verkündete der Mann am Telefon, der am 20. Januar wieder US-Präsident wird, er werde die Grönländer gut behandeln, wenn er sie vom Dänen-Joch befreit habe.

Und wie die sich freuten!

Trump-Sohn Donald (r) bei der Eingeborenen-Speisung im Edel-Steak-Restaurant in Nuuk

Trump-Sohn Donald (r.) am Dienstag in Nuuk: Seine Fans musste er sich von der Straße ins Nobel-Restaurant holen

Foto: justinbwells/X

Nur: Wer waren diese Trump-Fans? BILD fragte nach vor Ort. Und siehe da: Da saßen kaum echte Trump-Fans! Die ganze Szene: gestellt. Die ganze Trump-Visite jenseits der Kamera-Bilder: eine einzige Peinlichkeit!

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Als Trump Junior am Dienstag pompös samt Kamera-Gefolge in der Familien-Boeing in Grönlands Hauptstadt Nuuk (20.000 Einwohner) landete, war da kein Empfangskomitee auf dem Flugfeld. Nichts. Alles eisig. Keine Grönländer (gibt auch nur 57.000), die auf ihn gewartet hätten. Es mussten aber Bilder her, die um die Welt gehen können – natürlich mit Trump-Fans!

Diesen Blick über die Bucht vor Nuuk genoss am Dienstag auch Donald Trump Junior

Diesen Blick über die Bucht vor Nuuk genoss am Dienstag auch Donald Trump Junior

Foto: Andreas Thelen

Weil er keine Trump-Fans vorfand, ließ der Trump-Sohn sich die von der Straße fischen, wie mehrere Beteiligte und Augenzeugen BILD berichten. Die Trumps nahmen, was sie kriegen konnten: Obdachlose und Arme, die gebrauchten Trödel vorm Supermarkt verticken.

Einer der Trump-Statisten: Rasmus (59) verkauft vorm Supermarkt etwas Trödel

Einer der Trump-Statisten: Rasmus (59) verkauft vorm Supermarkt etwas Trödel

Foto: Andreas Thelen

Rasmus (59) war einer von ihnen. Ami werden will er nicht. Aber das kostenlose Essen, das die Trump-Karawane eilig versprochen hatte, das wollte er. Also setzte auch er sich wie die anderen von der Straße gefischten Obdachlosen gegenüber vom Supermarkt ins piekfeine Steak-Restaurant im 5. Stock des Hotels „Hans Egede“.

Auftritt in Eroberer-Pose: Trump Junior vor Grönland-Kulisse in Nuuk

Auftritt in Eroberer-Pose: Trump Junior vor Grönland-Kulisse in Nuuk

Foto: AP

Für die knapp 30 lokalen Statisten gab es Trump-Basecaps auf den Kopf und den Bauch voll: Missbraucht für eine Gratis-Mahlzeit vor den Kameras und den Augen der Welt von Vater und Sohn Trump für einen PR-Gag.

Abgehoben: Der Trump-Flieger am Dienstag beim Abflug aus Nuuk

Abgehoben: Der Trump-Flieger am Dienstag beim Abflug aus Nuuk

Foto: EPA

Nur kosten durfte der nicht viel: Die Heimischen-Speisung im Nobel-Laden kosteten den Trump-Sprössling keine 10.000 Dänen-Kronen (1340 Euro). Und Trinkgeld gab er: keine Öre.

„Alles eine Riesenshow von diesen Snobs“, schimpft einer vom leitenden Restaurant-Personal: „Die hatten aus den Fenstern auf die Straße gebrüllt, dass es kostenloses Essen gibt. Es war demütigend.“

Auf Trumps-Spuren: BILD-Reporter Andreas Thelen (r.) und Peter Tiede in Nuuk, der Hauptstadt Grönlands

Auf Trumps-Spuren: BILD-Reporter Peter Tiede (links) und Andreas Thelen in Nuuk, der Hauptstadt Grönlands

Foto: Andreas Thelen

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