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Nach 30 Jahren Wartezeit: Frankfurt finanziert erstmals Chanukka-Feier | Politik
21.11.2024 - Perşembe 11:15
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Rabbi Zalman Gurevitch von der Jüdischen Gemeinde Chabad hat 30 Jahre darauf warten müssen. Immer wieder wurden seine Anträge abgeblockt, dass sich die Stadt Frankfurt am Main finanziell an der berühmten jüdischen Chanukka-Feier beteiligt, in deren Kerzenschein sich beim Anzünden die Stadt-Oberen stets sonnten.
▶︎ Jetzt soll es erstmals einen Zuschuss geben, wie BILD erfuhr. Aber erst, nachdem die Stadt Frankfurt 100.000 Euro für eine eigene Ramadan-Beleuchtung ausgegeben hatte und es Kritik hagelte, dass eines der höchsten jüdischen Feste mitten in Frankfurt noch nie bezuschusst wurde.
Zalman Gurevitch an seinem Chanukka-Leuchter. Der Rabbi wurde 2007 von einem Afghanen auf der Straße in Frankfurt niedergestochen und schwer verletzt
▶︎ Gurevitch zu BILD: „Wir machen das Lichterfest seit 30 Jahren. In den 30 Jahren haben wir nie einen Zuschuss von der Stadt Frankfurt bekommen. Meine Anträge wurden immer abgelehnt. Am Mittwoch kam plötzlich der Anruf von der Stadt.“ Vorausgegangen war ein politischer Kampf außerhalb und innerhalb des Parlaments. Ein Etat-Antrag wurde innerhalb der Koalition aus Grünen, SPD, FDP und Volt abgelehnt.
▶︎ Dadurch stieg der Druck auf die Integrationsdezernentin und Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne), dass ihre Behörde die jüdische Feier bezuschussen soll. FDP-Stadtverordneter Yanki Pürsün zu BILD: „Chanukka-Leuchter haben gerade in Frankfurt ihren Platz. Sollte es einen Antrag geben, kann die Bürgermeisterin dies aus ihren Mitteln fördern.“
▶︎ Und das wird Eskandari-Grünberg machen. Es ist eine Summe zwischen 2500 und 20.000 Euro, so die Stadt Frankfurt. 20.000 Euro kostet das Lichterfest jährlich die Gemeinde laut Rabbi Gurevitch. Dafür muss er einen Antrag vor Beginn des Festes am 14. Dezember formgerecht eingereicht haben. Eine Auszahlung kann aber Monate dauern, so die Stadt.
Nargess Eskandari-Grünberg zu BILD: „Die Unterstützung der traditionellen Chanukka-Beleuchtung auf dem Platz vor der Alten Oper ist ein wichtiges Symbol, gerade auch zur Sichtbarmachung des vielfältigen jüdischen Lebens in unserer Stadt.“
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