Nach Aus von Bahn-Chef Richard Lutz: Jetzt zittern die Top-Vorstände um ihre Jobs | Politik

15.08.2025 - Cuma 00:09

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Nach dem Blitz-Aus von Bahn-Chef Richard Lutz zittert jetzt die gesamte Vorstandsetage im Bahntower um ihre Jobs. Denn nach BILD-Informationen soll es in Zukunft nur noch fünf statt acht Vorstände inklusive Vorstandschef geben.

Bahn-Experten rechnen damit, dass drei Vorstände als „Wackelkandidaten“ aussteigen könnten – oder müssen. Darunter Berthold Huber (62, Infrastruktur), Daniela Gerd tom Markotten (51, Digitalisierung und Technik) sowie Sigrid Nikutta (56, Güterverkehr). Besonders Nikuttas Cargo-Sparte fuhr tiefrote Zahlen ein.

Michael Peterson (54, Fernverkehr), Evelyn Palla (52, Regionalverkehr) und Martin Seiler (61, Personal) könnten bleiben. Der Posten des Finanzvorstandes ist zurzeit nicht besetzt. Palla wurde auch bereits als zukünftige Bahn-Chefin gehandelt – sie wäre die erste „Bahn-Chefin“ in der Geschichte des Staatskonzerns.

Verkehrsminister Patrick Schieder (57, CDU) zog jetzt beim Bahnchef Lutz die Notbremse und sucht einen Nachfolger.

Verkehrsminister Patrick Schieder (57, CDU, r.) zog jetzt beim Bahn-Chef Lutz die Notbremse und sucht einen Nachfolger

Foto: Harald Tittel/dpa

Abgang mit MIllionen-Abfindung : Endstation! Bahnchef Lutz gefeuert

Quelle: Welt, Reuters, News5

Der Druck auf Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), sich von Bahnchef Lutz zu trennen, wurde immer größer. Besonders in der Union drängte man auf die Ablösung. Nicht nur, weil es im Koalitionsvertrag stand. Schnieder musste liefern. Eigentlich wollte er sich erst Ende August zu den Umbau-Plänen beim Staatskonzern äußern. Doch der „Bummelzug Schnieder“ war auch dem Kanzleramt zu langsam. Und eine Zahl könnte zur Vollbremsung beim Verkehrsminister geführt haben. Am Mittwoch kamen die ICE im Fernverkehr nur noch zu 51 Prozent pünktlich: Gerade mal jeder zweite Zug fuhr nach Fahrplan.

Immerhin: Lutz kann sich auf eine Abfindung in Millionenhöhe freuen. Die Vertragslaufzeit von Richard Lutz als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn endet im März 2027. Sein Vertrag wurde im März 2022 um fünf Jahre verlängert. Er ist seit 2017 im Amt. Im Jahr 2024 verdiente Richard Lutz rund 2,1 Millionen Euro. Dies beinhaltet sowohl sein Festgehalt als auch variable Vergütungen in Form von Bonuszahlungen.

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