Welche Nummer muss man wählen, wenn es in der Easycredit Basketbal l Bundesliga brennt? Vergesst die „112“ – nehmt die Handy-Nummer von Ingo Freyer (53)!
2022 rettete der Super-„Feuerwehrmann“ die EWE Baskets Oldenburg vorm Abstieg. 2023 bewahrte er den Syntanics MBC vor dem Gang in die zweite Liga. Jetzt schickt er sich an, das Kunststück mit den MLP Academics Heidelberg zum dritten Mal in Folge zu schaffen. Bei den Veolia Towers Hamburg erkämpfte sein Team ein 83:79 (42:41).
Zuvor hatte Heidelberg NOCH NIE gegen die Türme gewonnen. Jetzt endete auch diese Horror-Serie. Freyer blieb jedoch hinterher ruhig: „Wir haben bis zum Ende gekämpft und die Intensität und die Aggressivität der Towers gematched.“
Ganz anders dagegen sein Gegenüber Benka Barloschky (36). Der Hamburger war mächtig sauer – auf die Schiedsrichter-Crew um Chef Gentian Cici (43). „Das ist für mich ein Skandal, die letzte Situation“, sagte er im Interview von TV-Partner Dyn.
Die Aufreger-Szene, die für ihn das Fass zum Überlaufen brachte: 5 Sekunden vor Schluss zog Hamburgs Top-Scorer Aljami Durham (25) zum Korb und hätte zum 81:81 ausgleichen können. Doch er kam nach Kontakt mit Jeffrey Carroll (29) zu Fall. Nur: Der Foul-Pfiff blieb aus...
Barloschky sauer: „Es geht mir überhaupt nicht um den Drive von Al Durham. Es geht mir darum, dass Oleg Dziewa beim Rebound gefoult wird, und es geht mir darum, dass Akeem Vargas in der Mitte floppt. Und in so einer entscheidenden Situation wird es nicht gepfiffen. Such dir eine von den drei Situationen aus und mach den Pfiff. Es ist alles Foul, such dir was aus.“
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„Ich hoffe, das hat jetzt mal Konsequenzen und es wird auf den Tisch gehauen. Die Schiedsrichter das Spiel entscheiden zu lassen, tut einfach weh.“
Doch dann gestand er auch ein: „Wir haben 18 Ball-Verluste gehabt, wir haben 10 Punkte an der Freiwurflinie liegen gelassen, wir haben 10 Offensiv-Rebounds abgegeben. Das entscheidet das Spiel. Wir hatten wieder einen grauenhaften Tag von Dreierlinie.“
Barloschky wurde darum schon nach zwei Minuten zu heiß und er zog seinen Sakko aus.
Beide Teams ließen in einem eher mäßigen Bundesliga-Spiel in der ersten Hälfte viel liegen. Die Towers leisteten sich bis zur Pause mal wieder zehn Ball-Verluste – Heidelberg warf wie gewohnt viele Dreier, aber traf nur drei von elf Versuchen (27 Prozent). Der Einsatz am ungeliebten Montag vor der Minus-Kulisse von nur 2307 Fans stimmte. Aber diese Fehler...
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Quelle: DYN MEDIA08.04.2024
Die Gäste kamen mit mehr Energie aus der Pause und setzten sich ab (58:52/27.). Großen Anteil hatte Top-Scorer Justin Jaworski (24/312 Punkte), über den fast alles lief. Und den die Towers nie in den Griff bekamen.
Doch im letzten Viertel macht sich der Abnutzungskampf bemerkbar. Die Heidelberger Isaiah Whaley (26) und Marcel Keßen (27) müssen nach dem jeweils fünften Foul runter. Folge: Die Towers arbeiten sich zurück (72:70/(35.). Dann fünf Sekunden vor Schluss der Mega-Aufreger!
Doppelt bitter für die Hamburger: Sie verlieren nicht nur zum ersten Mal in der Saison gegen ein Team, das in der Tabelle unter ihnen steht. Viel schlimmer: Durham verletzt sich bei der Aktion am rechten Knie! Am Dienstag geht's zum näheren Untersuchung zum Arzt.
Barloschky haderte dagegen weiter mit der Schluss-Sequenz: „Das werden die Schiedsrichter sich angucken. Die werden auch besser werden. Aber noch mal ausdrücklich: Wegen der letzten Situation verliert man das Spiel nicht.“