Nahe Moskau: Russischer Top-General bei Explosion getötet | Politik

25.04.2025 - Cuma 10:39

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Ein hochrangiger russischer Militäroffizier wurde am Freitag bei einer Auto-Explosion in der Stadt Balaschicha, nahe Moskau getötet. Das berichten unter anderem die russische Nachrichtenagentur „Mash“ und die Nachrichtenagentur Reuters.

Bei dem Mann handelt es sich um Jaroslaw Moskalik, stellvertretender Leiter der Hauptoperationsdirektion des Generalstabs der russischen Streitkräfte.

Die Explosion passierte am Freitagmorgen gegen 10.40 Uhr Ortszeit (7:40 Uhr GMT) am Bulvar Nesterova in Balaschicha. Balaschicha ist eine Großstadt in Russland, etwa 20 Kilometer von der Hauptstadt Moskau entfernt. Das russische Medienportal „Baza“ und die britische „Daily Mail“ berichten, dass eine Bombe in einem geparkten Auto ferngezündet worden sei, genau in dem Moment als Moskalik vorbeiging. Der Offizier soll in der Nähe gewohnt haben. Die russische Kriminalpolizei bestätigte seinen Tod.

Hier soll die Explosion zu sein, bei der der General getötet wurde

Die Explosion in Balaschicha, bei der der General getötet wurde

Foto: X

Jaroslaw Moskalik (l.) gemeinsam mit dem russischen Außenminister Andrei Belousov im Mai 2024 in Kasachstan

Jaroslaw Moskalik (l.) gemeinsam mit dem russischen Außenminister Andrei Belousov (M.) im Mai 2024 in Kasachstan

Foto: IMAGO/SNA

Aufnahmen zeigen eine heftige Explosion, die den VW Golf vollkommen zerstörte und den General mehrere Meter weit wegschleuderte. Durch die Druckwelle zersprangen Fenster in den umliegenden Gebäuden. Moskalik vertrat den russischen Generalstab 2015 nach der Invasion der Krim im Jahr 2014 bei Gesprächen mit der Ukraine in Paris.

Beobachteten Attentäter den Top-General?

Wie das polnische Medium „Interia“ berichtet, wurde der Sprengsatz im Bereich der hinteren linken Auto-Tür platziert. Dies sei vermutlich beabsichtigt gewesen, da die linke Seite näher an dem Gebäude lag, aus dem Jarosław Moskalik herauskam. „Interia“ berichtet ebenfalls, der General habe möglicherweise mehrere Monate lang unter Beobachtung von Attentätern gestanden, die seine täglichen Gewohnheiten kannten.

Die polnische überregionale Tageszeitung „Rzeczpospolita“ berichtet, dass in dem explodierten Auto (ein Golf aus dem Jahr 2000) eine Gasflasche gefunden wurde. Der Wagen soll laut „Rzeczpospolita“ einer 34-jährigen Frau gehören. Eine Bestätigung für diese Berichte gibt es bisher nicht.

Bombe mit Granatsplittern

Das polnische Medium „Forsal“ berichtet unter Berufung auf vor Ort tätige Beamte, dass die Sprengladung eine Sprengkraft von 300 Gramm TNT gehabt habe. Bereits 200 Gramm reichen aus, um einen Menschen zu töten. Die improvisierte Bombe bestand laut „Forsal“ aus einer Gasflasche und war mit Granatsplittern gefüllt.

Jarosław Moskalik nahm 2015 an den Verhandlungen im Normandie-Format mit der Ukraine teil und hielt auch einen Vortrag zu Themen im Zusammenhang mit der russischen Militäroperation in Syrien. Kreml-Despot Wladimir Putin verlieh ihm 2021 den Rang eines Generalleutnants.

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