Nato-Alarm: Russen-Jets und Drohnen in Schweden und Lettland | Politik

26.09.2025 - Cuma 09:13

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Schon wieder Alarm im Ostseeraum! Vor der Küste Lettlands und Schwedens ist es erneut zu russischen Provokationen gekommen, wie das zuständige Nato-Kommando bzw. die schwedische Polizei mitteilte.

Demnach seien vor Lettland fünf russische Kampfjets gesichtet worden, hieß es. Erneut wurden Nato-Abfangjäger alarmiert: Ungarische Kampfjets seien aufgestiegen, um die Formation zu identifizieren und zu begleiten.

Bei den russischen Maschinen habe es sich um drei Maschinen vom Typ MiG-31, eine Suchoi Su-30 und eine Suchoi Su-35 gehandelt, die sich nicht an internationale Flugsicherheitsvorschriften gehalten hätten.

Lettlands Verteidigungsminister Andris Spruds sagte zu dem Vorfall, das Abfangen der russischen Kampfflugzeuge zeige, dass die Nato verstärkte Maßnahmen ergriffen habe und dies noch aktiver tun werde.

Drohnen nahe schwedischer Marinebasis

Am Donnerstagabend wurde auch in Schweden wieder ein Vorfall gemeldet: Nahe der Marinebasis bei Karlskrona (Südschweden) seien gegen 20.30 Uhr Fluggeräte gesichtet worden. Das berichtete u.a. der Rundfunksender P4 Blekinge. Die Polizei untersucht den Vorfall.

In den vergangenen Tagen hatten mehrere Zwischenfälle dieser Art die Nato-Gemeinschaft in Aufregung versetzt. Vor zwei Wochen drangen russische Drohnen in den polnischen Luftraum ein. Diese Woche legten Drohnen u.a. die dänischen Flughäfen in Kopenhagen und Aalborg lahm. Dänemarks Regierung sprach daraufhin vom „bislang schwersten Anschlag auf kritische Infrastruktur“.

Am Donnerstag die nächste unheimliche Sichtung: Vor der dänischen Küste wurde ein russisches Kriegsschiff entdeckt. Journalisten der Zeitung „Ekstra Bladet“ bemerkten die „Aleksandr Shabalin“ bei einem Überflug über das Meer.

Das Schiff hatte wohl tagelang ohne Ortungssignal zwischen der Südspitze der Insel Langeland und Lolland gelegen, nur zwölf Kilometer von Langeland entfernt. Der Verdacht: Die Drohnen könnten von diesem Schiff aus gestartet worden sein – zumindest lag die Entfernung zu den betroffenen Flughäfen und Militäranlagen innerhalb der Drohnen-Reichweite.

EU-Mitglieder beraten über „Drohnenwall“

In der sich zuspitzenden Lage beraten die EU-Mitgliedsstaaten und die Ukraine am Freitag erstmals über Pläne für einen gemeinsamen Verteidigungswall gegen Drohnen. Wie die EU-Kommission am Donnerstag mitteilte, wird Verteidigungskommissar Andrius Kubilius (Litauen) mit Vertretern der acht an Russland oder die Ukraine angrenzenden EU-Mitgliedstaaten sowie Dänemark und der Ukraine per Videoschaltung über erste Vorschläge zur Stärkung der Drohnenabwehr sprechen.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte Mitte des Monats einen europäischen „Drohnenwall“ gefordert. Notwendig ist laut von der Leyen eine „gemeinsam entwickelte, gemeinsam eingesetzte und gemeinsam aufrechterhaltene europäische Einrichtung, die in Echtzeit reagieren kann“.

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