Neuer Nordkorea-Gipfel? Kim Jong-un bietet sich Donald Trump an | Politik

14.10.2025 - Salı 08:02

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Pjöngjang – Wenige Wochen nachdem Meldungen kursierten, dass Nordkorea von Putin enttäuscht sei (BILD berichtete), erklärte sich Kim Jong-un jetzt überraschend offen für neue Gespräche mit Donald Trump.

Der Diktator sagte laut seiner Propaganda-Agentur „KCNA“ in einer Rede, er habe „schöne Erinnerungen“ an den US-Präsidenten (die Staatsführer trafen sich dreimal). Im gleichen Atemzug erklärte er aber, dass Nordkorea seine Atomwaffen „niemals aufgeben“ werde.

Und weiter: Die gegen Nordkorea verhängten Sanktionen hätten seinem Land zudem nur dabei geholfen, „stärker zu werden und eine Ausdauer und Widerstandskraft aufzubauen, die durch keinen Druck gebrochen werden kann“.

Kims Botschaft an Trump

Kim formulierte eine klare Botschaft an Trump und die USA: „Wenn die Vereinigten Staaten ihre wahnhafte Besessenheit von der Denuklearisierung aufgeben und sich – als Anerkennung der Realität – wirklich eine friedliche Koexistenz mit uns wünschen, dann gibt es keinen Grund, warum wir diesem Wunsch nicht nachkommen sollten“, so der Nordkorea-Herrscher.

Ausgewogen ist die Putin-Kim-Partnerschaft bis dato nicht. Der südkoreanische Geheimdienstes meldete u.a., dass man in Nordkorea über die schwache Kompensation aus Moskau enttäuscht sei

Ausgewogen ist die Putin-Kim-Partnerschaft bis dato nicht. Der südkoreanische Geheimdienst meldete u.a., dass man in Nordkorea über die schwache Kompensation aus Moskau enttäuscht sei“

Foto: Uncredited/KCNA/KNS/dpa

In Nordkorea wird im Grunde immer Militär präsentiert: Kim besuchte vor wenigen Tagen einen Zerstörer

In Nordkorea wird im Grunde immer Militär präsentiert: Kim besuchte vor wenigen Tagen einen Zerstörer

Foto: KCNA/via REUTERS

„Kim weiß, dass Trump medienwirksame Gipfeltreffen schätzt“, erklärt Nordkorea-Experte Frederic Spohr in BILD. „Auch für Kim selbst böten solche Treffen Vorteile. Sie könnten seine internationale Reputation aufwerten und zugleich Moskau wie Peking signalisieren, dass er über vermeintliche Alternativen verfügt.“

Spohr stellt klar: „Kims Verhandlungsposition hat sich seit Beginn des russischen Angriffskrieges verbessert. Da sich Russland nicht länger an die UN-Sanktionen gebunden fühlt und Nordkorea weniger isoliert ist, erscheint Kim ein Ende der Sanktionen nicht mehr so wichtig wie früher.“

Nordkorea-Experte: „Wohl eher eine Show“

ABER: „Sollte es tatsächlich zu einem Gipfel kommen, wird das wohl eher eine Show sein, aber die Chance auf substanzielle Durchbrüche schätze ich als gering ein.“ Auch Trump hatte in der Vergangenheit wiederholt sein „großartiges Verhältnis“ zu Kim gepriesen – obwohl der Diktator immer wieder mit Waffentests und verbalen Aggressionen provozierte.

Spohr vermutet ein gängiges Kalkül hinter der nordkoreanischen Schwärmerei für den US-Präsidenten. „Ich vermute, es liegt eher daran, dass Trump Ende Oktober zum Wirtschaftsgipfel nach Gyeongju kommt – traditionell versucht Nordkorea die Großmächte USA, Russland und China gegeneinander auszuspielen.“

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Quelle: maria_drutska/X

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