Neuer Tennis-Podcast: Warum sich Becker zwei Tage mit Zverev einschließen will | Sport

12.07.2024 - Cuma 12:14

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Wenn mit dem Tennis Schluss ist, kann er auch Talkmaster machen!

Alexander Zverev (27) hat einen neuen „Nebenjob“! Mit Bruder und Manager Mischa (36) macht er ab sofort den Podcast „Von A bis Z“, passend zu den Initialen seines Namens. Die erste Folge kommt am Mittwoch. Das Besondere: Die Gespräche werden gefilmt und beim Tennis Channel ausgestrahlt.

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Quelle: Instagram

Der Olympiasieger: „Ich wollte es für mich tun, denn Talkshows und TV-Sendungen haben mich schon immer interessiert. Daher ist der Podcast eine flexible Alternative. Damit habe ich die Möglichkeit, das umzusetzen.“

Das Konzept: In der 45 bis 60 Minuten langen Folgen haben die Zverev-Brüder ein oder zwei Gäste bei sich. Vor der Kulisse des Wilden Kaisers in den Alpen ist Boris Becker (56) der Premieren-Gast. Größter Wunsch für irgendwann: „Dirk Nowitzki wäre mal Klasse“, sagt Mischa.

Die Gespräche sind dabei losgelöst von der Aktualität. „Wir wollen die Leute gemütlich treffen und plaudern. Zehn bis zwölf Folgen pro Jahr sind das Ziel. Wir nehmen alle, ob Schauspieler, Sportler, Musiker oder Politiker, die Lust haben, sich einfach mal über das Leben und die Welt zu unterhalten. Es sind zeitlose Gespräche“, so Mischa.

Wie mit Becker. Der plaudert u. a. über die Zeit rund um seinen ersten Wimbledon-Sieg. Beste Geschichte: „Ich hatte mit 16 ein Gespräch mit dem Direktor, der mir ins Gewissen redete, man könne sich ja verletzten usw. Ich ließ mich dennoch beurlauben, musste ihm aber versprechen, dass ich ein Jahr später wiederkomme.“

Mischa (l.) und Alexander Zverev  nach

Mischa (l.) und Alexander Zverev nach

Foto: Getty Images

Das tat der Leimener. Aber die Gemengelage hatte sich leicht verändert. „Da standen Tausende Menschen vor der Schule und viele Kameras, denn ich hatte soeben Wimbledon gewonnen. Das hat den Direktor aber nicht interessiert. Er redete mir wieder ins Gewissen. Da sagte ich ihm, dass ich gerade ein Turnier in London gewonnen hatte und es ganz gut laufe. Er hatte keine Ahnung, was passiert ist.“

Dazu erzählt Becker, wie Manager Ion Tiriac (85) ihn auf dem Boden hielt, die Trennung von Trainer Günther Bosch (87) und seine Zeit mit Novak Djokovic (37).

Boris Becker war schon als Head of Men's Tennis beim DTB

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Foto: picture alliance/dpa

Auch, warum Zverev noch kein Grand-Slam-Turnier gewonnen hat, wird thematisiert. „Ich war mental nicht bereit, Grand Slams zu spielen. Ich wollte es einfach zu sehr.“ Dazu setzt er eine kleine Spitze gegen sich selbst: „Jetzt bin ich erwachsener geworden, habe mehr Lebenserfahrung außerhalb des Platzes, ob gewollt oder nicht gewollt.“ Kann Becker nachvollziehen. Seine Lebenseinstellung: „Jeder Tag ist ein Match.“

Zverev weiß: „Ich muss mutiger sein in den wichtigen Momenten, ich muss an mich selber glauben. Ob mir da jemand helfen kann oder ich mir nur selber helfen kann, muss ich rausfinden.“

Olympiasieger ist Alexander Zverev schon. Nur ein Grand-Slam-Titel fehlt

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Foto: Marijan Murat/dpa

Das Signal für Becker, der Zverevs Wunsch, ihm zu sagen, was ihm fehlt, gern nachkommt. Seine Empfehlung als Trainer quasi. Becker: „Ich würde mich gern mal mit dir einschließen, dass wir mal zwei Nächte über dein Tennis reden. Wie definierst du dich als Tennisspieler? Was ist deine Handschrift? Was macht dich gefährlich, was macht dich angreifbar? Wenn du der Meinung bist, der Alte hat vielleicht eine Idee oder zwei, dann: es zulassen und mal ein paar Turniere so spielen und gucken, was passiert.“

Da wären alle gespannt...

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