Nicolas Sarkozy packt über Zeit im Gefängnis aus: 20 Tage in 9-qm-Zelle | Politik

23.11.2025 - Pazar 08:49

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Paris (Frankreich) – Er saß nur 20 Tage im berüchtigten „La Santé“-Gefängnis in Paris – doch das reichte ihm, um ein ganzes Buch zu schreiben: Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy wird am 10. Dezember „Le journal d’un prisonnier“ (auf Deutsch: „Tagebuch eines Inhaftierten“) veröffentlichen. Das gab er auf der Plattform X bekannt.

Ein Pariser Gericht hatte Sarkozy Ende September im Prozess um angebliche Wahlkampfgelder aus Libyen für schuldig befunden, an einer kriminellen Vereinigung beteiligt gewesen zu sein. Das Strafmaß: fünf Jahre Haft. Am 21. Oktober ging’s für Sarkozy unter Medienrummel ab nach „La Santé“ – und am 10. November wieder raus. Zumindest vorläufig. Der Ex-Präsident legte Berufung ein; das Verfahren startet im März 2026.

Das schreibt Nicolas Sarkozy in seinem neuen Buch

„Im Gefängnis gibt es nichts zu sehen und nichts zu tun. Ich vergesse die Stille, die es in La Santé nicht gibt (...). Der Lärm ist dort leider allgegenwärtig“, beschreibt er in einem kurzen Auszug aus dem Buch das Leben im Knast. Und gibt sich kämpferisch: „Wie in der Wüste wird das innere Leben im Gefängnis gestärkt.“

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Das sagt ein Ex-Mitinsasse über Sarkozy

Luxus adé: Der Ex-Staatschef hauste im Hochsicherheitstrakt in einer neun Quadratmeter kleinen Zelle mit Einzelbett, einem Tisch mit Stuhl, versiegeltem Fenster, Dusche, WC und elektrischer Kochplatte.

Ein Insider sagte der französischen Zeitschrift „Le Point“ über Sarkozy: „Er weiß nicht einmal, wie man ein Ei kocht. Und weigert sich auch aus Prinzip, es zu tun.“ Für die Sauberkeit in seiner Zelle soll er allerdings zum Besen gegriffen haben.

Nicolas Sarkozy sagte nach seiner Freilassung, er sei ein Musterhäftling gewesen. „Ich bin allen Vorladungen gewissenhaft nachgekommen.“ Er ergänzte: „Diese Tortur wurde mir auferlegt – ich habe sie ertragen.“

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