Olympia: Reise-Chaos! Schmierzettel wird zum Paris-Ticket | Sport

22.07.2024 - Pazartesi 03:20

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Ob Sie’s glauben oder nicht: DAS galt in Berlin als offizielle Bordkarte!

Die weltweite Technik-Panne legt am Freitag den Flugverkehr lahm, sorgt vor allem am BER für ein Mega-Chaos. Auch der Start meiner Olympia-Reise als BILD-Reporter wird zum Flughafen-Krimi. Ohne Happy End, aber um einige neue Erlebnisse reicher.

Der kuriose Höhepunkt: Ein handbeschriebener Papierschnipsel soll mein Ticket nach Paris werden!

[-->Erste größere Zweifel an meiner Abreise am Freitag bekomme ich schon auf dem Weg zum Flughafen, als meine mobile Bordkarte plötzlich aus der App der Fluggesellschaft verschwunden ist.

Gut zwei Stunden vor Abflug komme ich dann in der Abfertigungshalle an. Ein einziges Menschenmeer. Die endlos langen Schlangen der verschiedenen Check-in-Schalter verschwimmen miteinander, die Reisenden wissen teilweise gar nicht mehr, wo sie sich gerade anstellen. Dafür ist allen klar: Das wird dauern!

Kleine Kinder rutschen aus Langeweile auf den Knien, wischen den Boden mit Reiswaffeln. Ein Flughafenmitarbeiter verteilt Wasser in Tetra-Packs.

Der schnelle Zeitvertreib am Handy? Fällt auch aus, das Netz ist genauso überlastet wie das wirklich bemühte Flughafen-Personal.

Ein Vater vor mir liest seinem Jungen aus einem Flachwitze-Buch vor: „Was ist braun und sitzt im Gefängnis? Eine Knastanie.“ Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Zu viele Menschen für zu wenig Schalter: Der BER am Freitagmittag

Zu viele Menschen für zu wenig Schalter: Der BER am Freitagmittag

Foto: privat<!-->

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Informationen gibt es nur wenige – und wenn, dann über den Flurfunk. „Die Bordkarten müssen händisch noch mal ausgestellt werden, auch wenn man online schon eingecheckt hat“, heißt es schon früh.

Bedeutet: ALLE Fluggäste müssen hier also erneut zum Check-in. Die Anzeigetafeln funktionieren zumindest, es tut sich darauf allerdings lange nicht viel. Um 12.30 Uhr ist der 8.50-Uhr-Flug nach Helsinki noch nicht mal beim Einstieg, viele andere Flüge sind bereits komplett gestrichen. Der nächste „vielversprechende“ Satz aus der Menge lässt nicht lange auf sich warten: „Die boarden jetzt schon mal, aber es fliegt noch fast nichts.“

Eine halbe Stunde darauf kommt die Flughafen-Durchsage, die Hoffnung macht: „Die Flughafensysteme sind nach der weltweiten Konfigurationsstörung wieder hochgefahren.“

Wirklich? Nur wenige Minuten später habe ich es zum Schalter geschafft. Aber: Mein Name wird handschriftlich in eine Blanko-Tabelle eingetragen, wie sie sonst auf Grundschul-Elternabenden ausliegt. Not macht erfinderisch!

„Wissen Sie zufällig ihren Sitzplatz noch?“, werde ich gefragt: „Das wäre günstig fürs Boarding.“ Sätze, die man beim Check-in wohl noch nie gehört hat.

Schnell werden noch Name und Flugnummer auf eine „Bordkarte“ gekritzelt und der Gepäck-Code hinten draufgeklebt. Und dieser Wisch soll mich jetzt zu Olympia nach Paris bringen? „Guten Flug!“

Wie macht er den denn?Unglaublicher Badminton-Trickshot

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[-->Quelle: x@ PrzemekSkyMan19.07.2024

Doch daraus wird am Chaos-Freitag ohnehin nichts mehr. Nach zwei Gate-Wechseln und mehr als einer weiteren Stunde Wartezeit wird der Flug doch noch gecancelt. Immerhin: Mein Gepäck übersteht den Transport von Abflug- zu Ankunfts-Halle schadlos.

Gefrustete und entnervte Reisende bilden wieder lange Schlangen – diesmal vor den Kundenservice-Schaltern der Fluggesellschaften. Fast zwei Stunden lang versuche ich noch vor Ort, online und telefonisch einen anderen Flug nach Paris am selben Tag zu bekommen. Erfolglos. Kurz vor 17 Uhr steht fest: Auch ich gehöre zu den Zehntausenden Menschen weltweit, die an diesem Tag nirgendwohin fliegen.

Bis in den späten Abend halten die Probleme auch beim Buchen eines neuen Fluges noch an. Erst kurz vor Mitternacht bekomme ich einen Ersatzflug für Samstagfrüh, der am Ende auch mit „nur“ einer Stunde Verspätung Richtung Paris abhebt – und für den es sogar echte Bordkarten gibt.

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