Orbán bei Trump in Washington: Für Ungarn geht’s nicht nur ums Geld | Politik

10.11.2025 - Pazartesi 03:18

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Washington – Ausnahme für Putins Kumpel in Europa! US-Präsident Donald Trump will Ungarn offenbar von den Sanktionen gegen russisches Öl ausnehmen – eine Sonderbehandlung, von der andere EU-Staaten nur träumen können und ein riesiger diplomatischer Erfolg für den ungarischen Premier Viktor Orbán.

Orbán bestätigte den Deal nach einem Treffen mit Trump im Weißen Haus am Freitagnachmittag (Ortszeit). „Wir haben eine allgemeine, unbefristete Ausnahmegenehmigung für den Kauf von russischem Öl und Erdgas über zwei Hauptpipelines erhalten“, sagte Orbán. Auch ein US-Beamter, der anonym bleiben wollte, sprach laut „Bloomberg“ von einer klaren Entscheidung Trumps.

[-->▶︎ Vor Journalisten hatte Trump Verständnis für die Bitte Ungarns gezeigt, weil es für Ungarn „sehr schwierig ist, Öl und Gas aus anderen Gebieten zu beziehen“, so der US-Präsident. „Wie Sie wissen, haben sie nicht den Vorteil, dass sie Zugang zum Meer haben.“

Ungarn überzeugte Trump mit Deals

Als großer Importeur russischer Energie lief Ungarn bislang Gefahr, zum Kollateralschaden von Trumps neuen Sanktionen zu werden, die Wladimir Putin an den Verhandlungstisch zwingen sollten. Auch deshalb war es für Orbán wichtig, sich mit den USA gutzustellen. Und was liebt Trump mehr als Zölle? Genau: Deals!

Präsident Donald Trump (rechts) trifft sich mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán im Kabinettssaal des Weißen Hauses

Präsident Donald Trump (rechts) trifft sich mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán im Kabinettssaal des Weißen Hauses

Foto: AP<!-->

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Der Ungar will deshalb gleich mehrere Projekte anstoßen:

▶︎ Vertreter aus Budapest planen laut „Bloomberg“, einen Vertrag über 100 Millionen Dollar mit Westinghouse Electric Co. zum Kauf von Brennstoff für Ungarns Atomkraftwerk zu unterzeichnen, das derzeit von Russland beliefert wird.

▶︎ Ebenfalls im Angebot sei ein Paket über 600 Millionen Dollar zum Kauf von US-Flüssiggas über fünf Jahre, wobei Details noch unklar sind, da die Gespräche wohl bis zur letzten Minute andauern werden.

▶︎ UND: Zu den geplanten Vereinbarungen zählen auch Rüstungsverträge und ein nicht näher spezifiziertes Finanzabkommen, wie ungarische Beamte erklärten.

Orbán: „Wunder können geschehen ...“

Schon bei der Begrüßung hatte Trump Orbán einen „großartigen Anführer“ genannt. „Wir wollen ein neues Kapitel in unseren Beziehungen aufschlagen – ein goldenes Zeitalter“, umgarnte Orbán Trump. „Der US-Präsident sagte auch, dass er in dem Gespräch den Ukraine-Krieg thematisieren wolle, um auszuloten, wie Ungarn helfen könnte.“

Neue Atomwaffen-Tests: Wie gefährlich ist Trumps Drohung?

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[-->Quelle: BILD01.11.2025

Trump betonte, dass Orbán einen guten Draht zu Kreml-Herrscher Wladimir Putin (73) habe und seine Meinung Gewicht habe. Einmal wandte sich Trump an seinen Gast: „Glaubst du, dass die Ukraine gewinnen kann?“ Orbán sagte: „Wunder können geschehen ...“ Trump wiederum wollte ein künftiges Treffen mit Putin nicht ausschließen: „Es gibt da immer eine Chance!“

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