Paralympics: Weltrekordler Johannes Floors verpasst ersehntes Gold | Sport

06.09.2024 - Cuma 20:34

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Die Siegesserie ist gerissen!

Top-Favorit Johannes Floors (29) hat in Paris die ersehnte GOLD-Medaille über 400 Meter verpasst. Der Deutsche holt am Ende mit einer Zeit von 46,90 Sekunden „nur“ Silber. Gold geht an seinen Dauerrivalen Hunter Woodhall aus den USA (46,36 Sekunden).

Für den Weltrekordler eine Mega-Enttäuschung!

Trotz Saisonbestleistung reicht es am Ende gerade noch so für Rang zwei. Ein Hundertstel-Vorsprung kommt er vor dem Bronze-Gewinner Olivier Hendriks aus Holland über die Ziellinie.

Nach GOLD in Rio (Staffel) und Tokio (400 Meter) und zahlreichen Weltmeistertiteln (2017, 2019, 2023, 2024) jetzt der erste kleine Rückschlag. Ausgerechnet bei den Paralympics reißt seine unglaubliche Siegesserie. Sieben Jahre lang war Floors auf der Stadionrunde unbesiegt.

Floors nach dem Wettkampf niedergeschlagen: „Normalerweise laufe ich diese Zeit nachts im Training, insofern kann ich mich über Silber gar nicht freuen, aber es hätte ja beinahe nur Bronze sein können.“

Und weiter: „Ich hatte hohe Erwartungen für Paris, aber ich habe vor allem mich selbst enttäuscht. Ich habe es einfach heute nicht auf die Bahn gebracht. Jetzt werde ich aber im deutschen Haus erst einmal mit meinen Freunden und der Familie feiern. Die mussten bei mir in den letzten Jahren auf viel verzichten.“

Der Niedersachse wurde mit einem Fibula-Gendefekt geboren, seine Unterschenkel und Füße waren deformiert, Wadenbeine hat er keine. Mit 16 Jahren entschied er sich deshalb seine beiden Unterschenkel amputieren zu lassen, um ohne Schmerzen und ohne Rollstuhl sein Leben bestreiten zu können.

Nach seiner Amputation stieg er in die Weltspitze auf und entwickelte sich zu einem deutschen Aushängeschild in der Leichtathletik.

Der erste Trost nach dem Zieleinlauf kam von Johannes Floors Teamkollegin Irmgard Bensusan (l.)

Der erste Trost nach dem Zieleinlauf kam von Johannes Floors Teamkollegin Irmgard Bensusan (l.)

Foto: Stephanie Lecocq/REUTERS

Große Enttäuschung auch für Floors langjährige Trainings-Kollegin Irmgard Bensusan (33), die von allen nur liebevoll „Tante Irmi“ genannt wird. Nach Bronze über 200 Meter (T64) wird Bensusan bei ihrem letzten paralympischen Finale nur Letzte im Sprint über 100 Meter. Nach zehn Jahren in Deutschland kehrt „Tante Irmi“ nun wieder nach Südafrika zurück.

Deutsche Medaillen-Flut

Auch ohne Gold gibt es im deutschen Haus am neunten Wettkampftag reichlich Grund zum Feiern: Beim Schwimmen holte Gold-Held Josia Topf (21) auch im Freistil über 50 Meter Bronze. Der Erlanger hat jetzt denn kompletten Medaillensatz ergattert.

Holte sich nach Gold und Silber nun auch Bronze über 50 Meter Freistil: der Erlanger Josia Topf

Holte sich nach Gold und Silber nun auch Bronze über 50 Meter Freistil: der Erlanger Josia Topf

Foto: Getty Images

Wenig später schnappte sich über die gleiche Distanz auch Paralympics-Siegerin Tanja Scholz (40) noch eine Silbermedaille.

Ebenfalls Edelmetall gab es für Judoka Lennart Sass (24). Der Mitfavorit holte in der Klasse bis 73 Kilogramm Bronze. Bitter! Im Halbfinale wurde er wegen „Selbstgefährdung“ (!) in Führung liegend disqualifiziert.

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Quelle: YouTube & Instagram @intermiamicf / @chasestadium

Auch das deutsche Reit-Team um Anna-Lena Niehues (40), Regine Mispelkamp (53) und Heidemarie Dresing (69) hatte Grund zur Freude: Hinter Paralympics-Sieger USA und Holland landet die Equipe auf dem dritten Rang. Und schließlich konnte sich auch das Tischtennis-Team für Halbfinalistin Juliane Wolf (36) eine weitere Bronze gutschreiben lasen.

Viele Medaillen also, nur leider nicht die erhoffte zehnte Gold-Medaille für Team D.

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