Peter Tauber: Merkels Ex-General kämpft jetzt für Merz | Politik

31.07.2024 - Çarşamba 13:00

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CDU-Chef Friedrich Merz (68) bekommt im Wettstreit um die Kanzlerkandidatur der Union Unterstützung von völlig unverhoffter Seite!

Ausgerechnet Angela Merkels letzter CDU-Generalsekretär Peter Tauber (49) macht sich jetzt für den Sauerländer stark.

In einem Beitrag für „The European“ rät Tauber der Union angesichts des Konkurrenzlaufs zwischen Merz und CSU-Chef Markus Söder, „schnell die Reihen zu schließen und zu einer ihrer Tugenden zurückzufinden, die in den letzten Jahren ein wenig gelitten hat: die Geschlossenheit“.

Trio 2018: Peter Tauber, Angela Merkel und deren Nachfolgerin als CDU-Chefin, Annegret Kramp-Karrenbauer

Trio 2018: Peter Tauber, Angela Merkel und deren Nachfolgerin als CDU-Chefin, Annegret Kramp-Karrenbauer

Foto: dpa

Merz müsse der Kanzlerkandidat werden, „weil er der bestens geeignete Mann in der Union für diese Aufgabe ist“, schreibt Tauber – und vollzieht damit einen Richtungswandel. Denn unter Merkel hatte sich der ursprünglich mal konservative Hesse in einen akuten Liberalen verwandelt. Kritikern von Merkels Flüchtlingspolitik – für die Merz bis heute kein gutes Wort übrig hat – schrieb Tauber damals sogar ins Stammbuch, wer hier nicht für Merkel sei, der sei „ein Arschloch“.

Arbeiteten eng zusammen: Tauber und Merkel 2017 im Bundestag

Arbeiteten eng zusammen: Tauber und Merkel 2017 im Bundestag

Foto: dpa

Nun will Tauber, der sich zuletzt aus der Politik zurückgezogen hatte, „dass die Union schnell Klarheit schafft und deutlich sagt, dass Friedrich Merz der Kandidat der Union fürs Kanzleramt ist.“ Dafür müssten jetzt die Weichen gestellt werden, fordert ausgerechnet Tauber, der mit seinem Beitrag für „The European“ so auch eine Absetzbewegung von dem Kreis um Angela Merkel macht, deren Leute Merz bis heute kritisch sehen.

„Merz wird Fehler machen, wie jeder Wahlkämpfer“

Und Tauber? Er dringt nun darauf, dass die CDU sich geschlossen wehren solle gegen die stets „gefütterten und genährten Zweifel an der Fähigkeit von Friedrich Merz, das Land als Kanzler führen zu können“. Sie müsse sich hinter, vor und um ihren Vorsitzenden scharen.

Tauber weiß schon jetzt: „In einem anstrengenden Wahljahr wird er Fehler machen, wie jeder Wahlkämpfer. Das Problem ist nicht ein Fehler von Friedrich Merz. Der gesunde Menschenverstand sagt uns, dass jeder Mensch Fehler macht. Das Problem ist der Umgang damit.“ Es werde sich dann beweisen, ob die Partei wieder regierungsfähig ist.

Gute Nachricht für Friedrich Merz: Einer der bekanntesten Merkelianer ist in sein Lager gewechselt

Gute Nachricht für Friedrich Merz: Einer der bekanntesten Merkelianer ist in sein Lager gewechselt

Foto: Sebastian Willnow/dpa

Tauber ist überzeugt, dass die Union in der Ära Merz die einzige Partei sei, „die derzeit verstanden hat, dass Deutschlands Freiheit akut durch Russland bedroht ist“. Abschreckung gegenüber Russland könne die CDU glaubwürdiger als alle anderen Parteien. Dafür sei Friedrich Merz als Transatlantiker genau der richtige Kanzler. Und ebenso, um die in Zweifel gezogene Wirtschaftskompetenz der CDU wiederzubeleben.

Auffällig: Ausgerechnet die wahlentscheidende Flüchtlings- und Migrationspolitik, in der Merz einen harten Kurs (Verfahren in Drittländern, Zäune an EU-Grenzen) fahren will, erwähnt Tauber mit keinem Wort.

Das hätte vielleicht auch nicht in seine Argumentation gepasst ...

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