Putins harte Strafen für russische Soldaten | Politik

23.12.2025 - Salı 07:18

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Moskau – Wer sich als Soldat Putins Angriffskrieg in der Ukraine entzieht, muss mit harten Strafen rechnen. Ein Bericht des „Wall Street Journals“ zeigt, wie gnadenlos Russland mit den eigenen Soldaten umgeht, besonders dann, wenn sie in ukrainische Gefangenschaft geraten.

Zurückkehrende Kriegsgefangene gelten in Russland als Verdächtige: Wochenlang sollen sie isoliert, vom russischen Geheimdienst FSB verhört und von ihren Familien ferngehalten werden, heißt es in dem Bericht.

Kapitulation gilt als Verbrechen

Seit 2022 ist freiwillige Gefangennahme in Russland strafbar. Heißt: Wer sich lieber ergibt als zu sterben, kann vor Gericht landen. Ein Soldat soll nach seiner Rückkehr aus ukrainischer Gefangenschaft zu 15 Jahren Haft verurteilt worden sein – allein wegen angeblicher Kapitulation und Fahnenflucht.

Viele Rückkehrer sollen nach den Verhören direkt wieder ihren Einheiten zugeteilt werden. Einige landen sofort erneut an der Front. Andere sollen keine Waffen mehr tragen dürfen und sollen unter ständiger Beobachtung mit niederen Arbeiten beschäftigt werden.

Für viele Soldaten war der Sold ein Hauptgrund, in den Krieg zu ziehen. Der werde gekürzt oder gestrichen, wenn russische Soldaten in ukrainische Gefangenschaft geraten. Für viele russische Familien bedeute das finanzielle Schwierigkeiten.

Besonders paradox: Manche Angehörige hofften inzwischen sogar, dass ihre Söhne nicht ausgetauscht werden, also in ukrainischer Gefangenschaft bleiben sollen. Die Bedingungen dort seien deutlich humaner als das, was Rückkehrer in Russland erwarte.

Folter in russischer Gefangenschaft

Während die Bedingungen in ukrainischer Kriegsgefangenschaft als human gelten, gibt es immer wieder Berichte darüber, welche Gräueltaten ukrainische Soldaten in russischer Gefangenschaft erleben. Erst im Sommer dieses Jahres teilte ein ukrainischer Arzt das Foto eines ehemaligen ukrainischen Häftlings.

Dem Ukrainer Andrij Perewersew wurde in russischer Gefangenschaft russische Propaganda in die Bauchdecke gebrannt

Dem Ukrainer Andrij Perewersew wurde in russischer Gefangenschaft russische Propaganda in die Bauchdecke gebrannt

Foto: x.com/KyivPost

In russischer Gefangenschaft wurde ihm der Propaganda-Schriftzug „СЛАВА РОССИИ“ in den Bauch gebrannt. Übersetzt heißt das „Russland lebe hoch“. Dazu zieht sich eine riesige Narbe über seinen kompletten Bauch.

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