Was für ein Befreiungsschlag!
Mit dem 3:0 (1:0) im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Eintracht Frankfurt hat RB Leipzig nicht nur ein beeindruckendes Zeichen in der Krise gesetzt, sondern auch Trainer Marco Rose (48) den Job gerettet.
Doch wie hat der Coach das geschafft? Nach sechs Spielen ohne Sieg und nur vier Tage nach dem blutleeren 1:5 gegen Wolfsburg zeigte die Mannschaft wieder Leidenschaft, Einsatzwille und RB-Fußball. BILD nennt die Gründe:
TAKTIK
Rose hatte im Vorfeld betont, man wolle sich was überlegen. Die Kniffe: Top-Stürmer Benjamin Sesko (21), der die letzten Wochen völlig im Loch steckte, durfte wieder auf seiner Lieblingsposition zentral im Sturm ran. Zuletzt spielte er eher versetzter nach außen.
Intern war die Positionierung Seskos ein großes Thema. Weil der Slowene eigentlich zu gut ist, um völlig abzutauchen. Mit dem 1:0 (31.) in Weltklasse-Manier meldete er sich zurück. Später legte Openda doppelt nach (50., 58.).
Außerdem: Weil gleich sieben Spieler verletzte ausfallen, muss Trainer Rose improvisieren. Diesmal stellte er Sechser Nicolas Seiwald (23) auf einer völlig neuen Position als Innenverteidiger auf, um den schnellen Eintracht-Stürmer Omar Marmoush (25) zu stoppen. Weil Seiwald (32,1 km/h Topspeed) noch der schnellste der fitten Verteidiger und damit ähnlich flink ist wie der Ägypter (35,1 km/h).
Trainer Marco Rose hatte nach dem 3:0 alle Hände voll zu tun
Foto: WITTERS
PSYCHO-TRICKS
Rose berichtete von einem Satz seines Videoanalysten vorm Anpfiff: „Wenn man mit dem Rücken zur Wand steht, gibt es nur eine Richtung“. Der Coach fand das „ganz treffend“. Und es kitzelte anscheinend auch seine Stars...
Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer (40): „Ich muss der Mannschaft, allen im Team ein Kompliment machen. Es ist wichtig, Widerstandsfähigkeit, Geschlossenheit zu zeigen, aber sich trotzdem die Freude und den Spaß am Job beizubehalten – was nicht einfach war, weil zu Recht viel Kritik auf uns eingeprasselt ist.“
GRUPPENKUSCHELN
Es war DIE Szene beim Sieg gegen Frankfurt. Beim 3:0 rannte Torschütze Lois Openda (24) auf Trainer Marco Rose zu, sprang ihn an, herzte und knuddelte ihn. Es folgte eine Jubeltraube. Eine schöne Szene, die zeigt: Der Pokalsieg war auch ein Spieler-Plädoyer für Rose. BILD hatte bereits berichtet , dass es die Stars waren, die Rose nach dem 1:5 gegen Wolfsburg gerettet haben.
Top-Star Antonio Nusa (19/drei Vorlagen!): „Wir sind jetzt noch enger zusammengerückt. Zusammen zu feiern, ist immer schön. Es hat sich in diesem Moment sehr gut angefühlt.“
Job-Garantie?! Was man aus Leipzig über Rose hört ...
Quelle: BILD01.12.2024
Openda: „Wir kämpfen für den Trainer und er für uns. Wir wollten ihm unsere Unterstützung geben und es besser machen. Wir sind eine Familie. Wir haben ein anderes Gesicht gezeigt. Und das müssen wir an jedem Wochenende tun.“
Als Nächstes geht's Samstag nach Kiel! Sport-Boss Schäfer „Es war ein kleiner Schritt, aber wir haben ein extrem wichtiges Spiel vor der Brust! Wir haben heute eine Antwort gegeben, aber wenn man eine sehr gute Mannschaft ist, mit unseren Ambitionen, dann muss man nach den Wochen zuletzt noch mehrere Antworten geben.“ Schon am Samstag, 15.30 Uhr...