Reichinnek kritisiert NDR-Entscheidung: Unterstützung für Julia Ruhs | Politik

19.09.2025 - Cuma 01:13

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Die beiden sind keine politischen Freundinnen. Aber Heidi Reichinnek (37, Linke) verteidigt die Journalistin Julia Ruhs (31), die als konservatives Gesicht des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auftritt.

Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) hatte entschieden, Ruhs nicht mehr als Moderatorin im Magazin „Klar“ auftreten zu lassen. Das Format will der NDR allerdings weiterhin senden. Kritik gab es für die Entscheidung aus der Politik – es würden konservative Stimmen zum Schweigen gebracht.

Jetzt bekommt Ruhs ausgerechnet Unterstützung von ganz links außen. Heidi Reichinnek, Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, hat die Absetzung der Moderatorin deutlich kritisiert. In einem Spiegel-Gespräch mit Moderator Markus Feldenkirchen sagte sie: „Es ist halt wirklich hochproblematisch, wenn auf Druck von irgendeiner Seite etwas abgesetzt wird.“

Reichinnek sagte allerdings, sie habe die Sendung selbst „sehr schlecht“ gefunden. Es sei aber falsch, politische oder wirtschaftliche Einflussnahme auf die Medien zuzulassen. Ihre Überzeugung: „Medien haben nicht die Aufgabe, Meinung zu machen. Sie sollen Austausch und Information ermöglichen, möglichst neutral, damit die Leute auch was davon mitnehmen.“

Die gleiche Kritik äußerte Reichinnek auch gegenüber politischer Einflussnahme aus konservativen Richtungen. Sie warnte vor einer zunehmenden Bedrohung der Pressefreiheit in den USA.

So bezeichnete Reichinnek den mutmaßlichen politischen Druck durch US-Präsident Donald Trump (79) auf den US-Sender ABC zur Absetzung der Jimmy-Kimmel-Show als „sehr bedenkliche Entwicklung“. Sie betonte die Rolle der Medien als unabhängige Kontrollinstanz. Medien müssten faktenbasiert arbeiten, Quellen nennen und mit Gesprächspartnern neutral umgehen.

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