Robert Habeck: Gelbhaar-Skandal – Verbot Habeck RTL brisante Fragen? | Politik

20.01.2025 - Pazartesi 12:55

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Ein Mann – kein Wort.

Die Grünen versuchen verzweifelt, den Skandal um die teils erfundenen Belästigungsvorwürfe gegen den Bundestagsabgeordneten Stefan Gelbhaar (48) wegzureden. Kanzlerkandidat Robert Habeck schreckt offenbar auch nicht davor zurück, Journalisten einen Maulkorb zu verpassen!

So erklärte Reporterin Roberta Bieling am Sonntag bei RTL Aktuell: „Hinter mir spricht gerade Robert Habeck auf einer Wahlkampf-Veranstaltung und danach führe ich ein Interview mit ihm. Was dabei ausdrücklich nicht erwünscht ist, sind Fragen zum Parteiskandal um Stefan Gelbhaar, dazu möchte er sich ausdrücklich nicht äußern.“

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Ein Politiker, der einer Journalistin die Fragen diktiert? Und so Einfluss darauf nimmt, worüber gesprochen wird? BILD hat das Büro des Vize-Kanzlers um eine Erklärung gebeten, bisher aber keine Antwort erhalten.

Tatsache ist: Mit ihrer Totschweige-Strategie schlittern die Grünen immer tiefer in die Krise hinein – selbst verschuldet. Zugleich drängen sich nach Habecks Vorgehen Fragen zu seinem Verständnis von Journalismus auf.

Schlechte Krisenkommunikation

► Ministerkollegin Annalena Baerbock (44, Grüne) wurde von ZDF-Hauptstadtreporter Wulf Schmiese bei „Berlin direkt“ zur Causa Gelbhaar befragt – und versuchte, sich wegzuducken.

Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck (55) wirbt im Wahlkampf mit dem Spruch „Ein Mensch. Ein Wort“. Im Fall Stefan Gelbhaar müsste es eher heißen „KEIN Wort“

Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck (55) wirbt im Wahlkampf mit dem Spruch „Ein Mensch. Ein Wort“. Im Fall Stefan Gelbhaar müsste es eher heißen „Ein Mann. KEIN Wort“

Foto: ddp/Michael Bihlmayer

„Als Außenministerin kann ich dazu nichts sagen“, wich Baerbock aus, es gebe „grad andere Herausforderungen weltweit“. Dann schob sie die Verantwortung ab: „Da kümmert sich bei uns natürlich die Parteizentrale drum, die Ombudsstelle (…) Ich kann dazu nichts sagen. Da gibt es Gremien, die kümmern sich drum, und das ist auch richtig so.“

Später versuchte Baerbock, der Opposition die Schuld am Versagen der Grünen zuzuschieben: „Es ist Wahlkampf. Da versuchen immer alle (…) natürlich auch von der politischen Konkurrenz (…) oh, kann man da nochmal reinpieksen?“

Auffällig: TV-Moderatorin Caren Miosga (55) stellte Baerbock am Sonntagabend KEINE Fragen zu Gelbhaar.

Habeck schon am Wochenende abgetaucht

Am Samstag war Habeck auf Wahlkampftour in München unterwegs. Schon da tauchte der Grünen-Kanzlerkandidat ab: Habeck ließ einen geplanten Pressetermin ausfallen und verschwand wortlos durch die Hintertür. So musste er auch keine möglichen Fragen zu Gelbhaar beantworten.

Journalisten warten vergeblich am vereinbarten Treffpunkt auf Robert Habeck

Journalisten warteten am Samstag in München vergeblich am vereinbarten Treffpunkt auf Robert Habeck

Foto: Theo Klein / BILD

Die Krisenkommunikation der Grünen wird mittlerweile massiv kritisiert. Der Politikwissenschaftler Carlo Masala schrieb etwa dazu auf X: „Die Grünen machen grad Krisenkommunikation aus dem innersten Kreis der Hölle.“

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann (47) zu BILD: „Dass ausgerechnet die Grünen solche falschen Beschuldigungen als Kavaliersdelikt abtun, ist unerträglich. Es ist naiv zu glauben, dass der Profiteur dieser Affaire – Habecks oberster Wahlkampfmanager Andreas Audretsch – nichts davon wusste. Robert Habeck muss sein Schweigen brechen. Bei einem solchen Verdacht in seinem engsten Umfeld kann er sich nicht länger wegducken.“

Der Bundeswirtschaftsminister müsse sich persönlich erklären, verlangte auch CSU-Generalsekretär Martin Huber (47) nach einer Parteivorstandssitzung in München. „Was wusste Robert Habeck? War er eingeweiht? Hat er dieses Vorgehen gebilligt?“

Ex-Parteichefin redet Grünen ins Gewissen

Von Einsicht in der Partei war am Wochenende nichts zu spüren. Im Gegenteil: ZDF-Journalist Schmiese wurde von Grünen-Anhängern für seine Fragen angegriffen. „Der Moderator war das Letzte. Annalena war wie immer souverän“, schrieb eine Grünen-Sympathisantin. Das ZDF habe „versucht, alles negativ darzustellen“, es sei „echt übel“ gewesen, meinte ein anderer.

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Immerhin: Ex-Grünen-Chefin Ricarda Lang (31) stellte nun auf X klar, Journalisten bitte einfach ihren Job machen zu lassen und ihnen nicht „weiß Gott was für eine Agenda zu unterstellen“.

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