Russen-Verkehrsminister tot aufgefunden: Stunden nach Entlassung | Politik

07.07.2025 - Pazartesi 14:16

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Der gerade erst von Kreml-Despot Wladimir Putin entlassene Verkehrsminister Roman Starowoit ist Moskauer Behördenangaben zufolge tot mit einer Schusswunde in einem Auto gefunden worden.

Das teilte das zentrale Ermittlungskomitee in Moskau mit. Die Ermittler gehen aktuell von „Selbstmord“ als wahrscheinlichster Todesursache aus.

Keine offizielle Begründung für Entlassung

Behörden-Sprecherin Swetlana Petrenko erklärte: „Die Umstände des Vorfalls werden derzeit ermittelt. Die Hauptversion ist Selbstmord.“ Russische Medien hatten zuvor berichtet, dass sich Starowoit an seinem Wohnort erschossen haben soll. Warum er sich das Leben nahm, ist bisher unklar.

Putin hatte den Minister am Montag per Erlass ohne Angabe von Gründen entlassen – nur rund ein Jahr nach dessen Beförderung vom Gouverneur des Gebiets Kursk zum Minister.

Auch Kremlsprecher Dmitri Peskow nannte keinen Anlass. Zum kommissarischen Verkehrsminister wurde sein bisheriger Stellvertreter Andrej Nikitin ernannt.

Russische Medien spekulieren, dass mögliche Versäumnisse während Starowoits Amtszeit als Gouverneur von Kursk eine Rolle gespielt haben könnten. In der Region waren im August vergangenen Jahres ukrainische Truppen zeitweise in mehrere Ortschaften vorgedrungen – ein Vorgang, der im Kreml als schweres sicherheitspolitisches Versagen gewertet worden sein könnte.

Massenstreichungen von Flügen

Starowoits Absetzung kam nur kurz nach einem beispiellosen Flugchaos an russischen Flughäfen: Am Wochenende waren Hunderte Flüge in Moskau und St. Petersburg gestrichen oder massiv verspätet – auch auf weiteren Flughäfen in West- und Zentralrussland kam es zu chaotischen Zuständen.

Grund waren ukrainische Drohnenangriffe, die die Luftraumsicherung massiv unter Druck setzten.

Starowoits Tod fällt in eine Zeit, in der der russische Machtapparat unter enormem Druck steht: militärisch, innenpolitisch und kommunikativ. Der Vorfall wirft erneut ein Schlaglicht auf den Umgang mit Verantwortung und Versagen in Putins Russland – und die brutale Konsequenz, mit der Karrieren und Existenzen enden können.

Depressiv? Hier bekommen Sie umgehend Hilfe

Wenn Sie selbst depressiv sind, Selbstmord-Gedanken haben, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de).

Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.

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