Saudi-Arabien: Hinrichtungswelle trifft Ausländer hart | Politik

07.07.2025 - Pazartesi 08:09

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In Saudi-Arabien rollt die Hinrichtungswelle – und trifft vor allem Ausländer. Laut Amnesty International schnellen die Exekutionen im Königreich „auf erschreckende Weise“ nach oben. Besonders häufig: Todesurteile wegen Drogendelikten.

Betroffen sind vorwiegend Männer aus Pakistan, Syrien, Jordanien, dem Jemen, Ägypten und Somalia. Sie sollen beim Drogenschmuggel erwischt worden sein – und bezahlten dafür mit dem Leben.

Verbrechen, die keine Todesstrafe verdienen

„Wir erleben einen wahrhaft entsetzlichen Trend, in dem ausländische Staatsbürger in erschreckendem Tempo hingerichtet werden für Verbrechen, für die niemals die Todesstrafe vorgesehen sein sollte“, sagte Kristine Beckerle, Amnesty-Expertin für die Region. Ihr Vorwurf: Saudi-Arabien inszeniere sich als modernes, fortschrittliches Land – doch dahinter stecke „eine düstere und tödliche Realität“.

▶︎ Die Zahlen sind brutal: Von 2014 bis Mitte dieses Jahres wurden laut Amnesty rund 1800 Menschen hingerichtet. Fast jeder Dritte davon wegen Drogendelikten. In dieser Gruppe war die große Mehrheit – etwa drei Viertel – Ausländer.

Allein im Juni wurden 46 Menschen exekutiert. 37 von ihnen – also mehr als drei Viertel – saßen wegen Drogendelikten in der Todeszelle.

Doch auch unabhängig von Drogendelikten wird in Saudi-Arabien weiterhin regelmäßig die Todesstrafe vollstreckt. In diesem Jahr traf es unter anderem den Journalisten Turki al-Jassir. Laut der Menschenrechtsorganisation ALQST war er bereits 2018 festgenommen worden. Er hatte über Frauenrechte und Korruption geschrieben. Vorgeworfen wurden ihm „Terrorismus“ und Gefährdung der nationalen Sicherheit.

Rekordjahr bei Hinrichtungen

Vergangenes Jahr verzeichnete Saudi-Arabien laut Amnesty 345 Hinrichtungen – so viele wie seit über 30 Jahren nicht mehr. Und das, obwohl das Regime angekündigt hatte, in bestimmten Fällen auf die Todesstrafe zu verzichten.

Trotz der harschen Kritik am brutalen Justizsystem versucht das Land, sich international als weltoffen zu präsentieren – mit Großprojekten, Tourismus und der Fußball-WM 2034.

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