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Schickte er Epstein einen Schamhaar-Brief?: Trump unter Druck! Neue Zeichnungen aufgetaucht | Politik
20.07.2025 - Pazar 07:21
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Washington – US-Präsident Donald Trump (79) beteuert: „Ich habe in meinem Leben noch nie ein Bild gezeichnet.“ Doch neue Enthüllungen stellen genau diese Aussage infrage – und werfen erneut Fragen über seine Verbindungen zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (66) auf.
► Hintergrund: Die renommierte US-Zeitung „Wall Street Journal“ („WSJ“) veröffentlichte am Donnerstag einen Artikel mit Vorwürfen gegen Donald Trump im Fall Epstein. Demnach soll Trump dem US-Investmentbanker 2003 zum 50. Geburtstag einen Brief geschrieben haben, in dem er mit einem Textmarker einen nackten Frauenkörper skizzierte und seinem „Kumpel“ wünschte, dass „jeder Tag ein neues wundervolles Geheimnis“ sein möge.
So oder so ähnlich könnte Trumps Schamhaar-Zeichnung aussehen: Das Wall Street Journal hat bislang keine Fotos davon veröffentlicht, betont aber, dass die Redaktion das Gästebuch und den Brief einsehen konnte. BILD hat eine mögliche Version der Skizze nachgebaut. Trump distanziert sich vehement von dem Bild: „Ich zeichne keine Bilder von Frauen“
Das Brisante: Jeffrey Epstein wurde 2019 tot in einer Gefängniszelle aufgefunden, nachdem er wegen Sex-Handels festgenommen worden war. Er soll jahrelang teils minderjährige Frauen sexuell missbraucht und seinen prominenten Freunden zugeführt haben.
Um seine „Kundenliste“ ranken sich viele Gerüchte – auch Trump wurde immer wieder mit Epstein in Verbindung gebracht. Der US-Präsident bestreitet, etwas mit den Verbrechen zu tun zu haben. Und jetzt also der Bericht des WSJ über einen vermeintlichen Brief von Trump an Epstein. Dem Bericht zufolge sind darauf zwei skizzierte Brüste zu sehen und darunter – angedeutet als Schamhaar – die Unterschrift von Trump.
„Habe noch nie ein Bild gezeichnet“
Trumps Reaktion fiel deutlich aus. Er verklagte am Freitag das WSJ samt Medienmogul Rupert Murdoch (94), die WSJ-Mutter Dow Jones sowie die beiden Autoren des Artikels.
► Begründung: Verleumdung und Rufschädigung.
► Summe: insgesamt 20 Milliarden US-Dollar.
Ein von Julien's Auctions veröffentlichtes Bild zeigt eine Zeichnung des Empire State Building, gezeichnet von US-Präsident Trump. Die Zeichnung wurde am 19. Oktober 2017 für 16.000 US-Dollar in einer Auktion verkauft. Donald Trump zeichnete das Gebäude zur Eröffnung seines Klubs in Mar-a-Lago 1997
„Ich habe in meinem Leben noch nie ein Bild gezeichnet. Ich zeichne keine Frauen“, erklärte Trump dem WSJ. Und auf seiner Plattform Truth Social wiederholte er: „Ich zeichne keine Bilder.“ Doch es gibt gegenteilige Belege – und sogar von ihm signierte Zeichnungen.
Von Trump signierte Zeichnungen
Dr. Lowery Lockard, Direktorin einer Wohltätigkeitsorganisation in Ohio, sagte gegenüber CNN, sie habe 2004 zwei signierte Zeichnungen von Trump erhalten. Sie organisierte damals eine Auktion für die gemeinnützige Stiftung Hattie Larlham. Die Aktion: Prominente sollten ein sogenanntes „Doodle-Kit“ ausfüllen – also eine kleine Zeichnung einreichen. Trumps Wahl: die Skyline von New York.
Ein Bild von Donald Trump aus dem Jahr 2004. Es soll die Silhouette von New York zeigen
„Wir hatten ihn einfach angefragt“, so Lockard. Sie sei „schockiert und beeindruckt“ von Trumps künstlerischem Talent gewesen. Die Zeichnungen seien mit einer goldenen Signatur versehen gewesen. Bis heute besitzt Lockard das Original und ein Echtheitszertifikat mit Trumps Unterschrift. „Sie unterschreiben eine Freigabe, in der sie bestätigen, dass wir die Zeichnung verkaufen dürfen“, erklärte sie. Die Werke wurden bei Erhalt verifiziert.
Ein echter Trump für 25.000 Euro
Trump hat offenbar nicht nur eine künstlerische Ader, sondern auch einen gewissen Marktwert: 2017 wurde eine minimalistische Skizze der New Yorker Skyline bei Julien’s Auctions für über 29.000 Dollar (ca. 25.000 Euro) versteigert. Eine weitere Zeichnung – ein Baum mit fallenden Geldscheinen – brachte 8500 Dollar (7300 Euro), das Empire State Building immerhin 16.000 Dollar (knapp 14.000 Euro).
Eines der 2004 angefertigten Werke soll im September erneut versteigert werden. Startpreis: 10.000 Dollar (8600 Euro). Lockard ist zuversichtlich: „Das dürfte ordentlich Geld einbringen. Es ist ein großartiges Gekritzel.“
Weißes Haus spricht von „Fake News“
Während die Beweise für Trumps Zeichnungen zunehmen, bleibt das Lager des Präsidenten hart: Steven Cheung, Sprecher des Weißen Hauses, erklärte: „Wie der Präsident bereits sagte, hat das WSJ Fake News veröffentlicht. Er zeichnet keine Dinge, wie es das Medium beschrieben hat.“ Doch der Brief mit der nackten Frau – und die gegenteiligen Belege für Trumps Zeichen-Aktivitäten – lassen Zweifel an diesem Dementi wachsen.
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