Schlechte Vorbereitung auf Russlands Überfall: Ukraine-General erhebt schweren Vorwurf gegen Selenskyj | Politik

03.12.2025 - Çarşamba 16:19

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Berlin/Kiew – Der Druck auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (47) wird immer größer. Wegen eines Korruptionsskandals in seiner Regierung musste der Präsident seinen Präsidialamtschef Andrij Jermak (54) feuern. Jetzt spricht ein einflussreicher Ex-General ein Thema an, das Selenskyj ebenfalls höchst unangenehm ist: die schlechte Vorbereitung auf Russlands Überfall im Frühjahr 2022.

Walerij Saluschnyj, der 2021 bis 2024 als Generalstabschef der ukrainischen Streitkräfte den Verteidigungskampf gegen Russlands Invasionsstreitmacht anführte, übt in einem Gastbeitrag im britischen „Telegraph“ deutliche Kritik an der Selenskyj-Regierung.

Saluschnyj, der inzwischen ukrainischer Botschafter in London ist, schreibt:

▶︎ „Ich wurde im August 2021 zum Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine ernannt. (...) Die russische Armee vergrößerte rapide ihre Truppenstärke und Versorgung. Der Kreml erhöhte Jahr für Jahr das Militärbudget, investierte Ressourcen in den Verteidigungsindustriesektor und kaufte mehr Waffen und Ausrüstung. Währenddessen geschah in der Ukraine das Gegenteil. Im Jahr 2021 wurde der Armee sogar weniger Geld zugeteilt als im Vorjahr. Dadurch traf unser Militär die umfassende Invasion im darauffolgenden Jahr mit einem enormen Mangel an allem – von Personal bis zu Waffen.“

Demonstrierten trotz großer Meinungsunterschiede Geschlossenheit: Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (47) und sein damaliger Armeechef Saluschnyj

Demonstrierten noch 2024 trotz großer Meinungsunterschiede Geschlossenheit: Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (47) und sein damaliger Armeechef Saluschnyj

Foto: HANDOUT/AFP<!-->

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Der Vorwurf an Selenskyj, der hier mitschwingt: Während Russland sich darauf vorbereitete, die Ukraine zu überfallen, investierte der ukrainische Präsident zu wenig in die Landesverteidigung.

Selenskyj stand nach der russischen Invasion immer wieder in der Kritik, die russische Bedrohung zu spät erkannt zu haben und nicht ausreichend Maßnahmen getroffen zu haben, um das Militär vorzubereiten und die Bevölkerung zu schützen. Wegen des laufenden Krieges wurde die Debatte um mögliche Fehler jedoch in die hoffentlich später bevorstehende Friedenszeit aufgeschoben – bis jetzt.

[-->Saluschnyj genießt in der Ukraine große Popularität und galt als möglicher Konkurrent von Selenskyj. Während der monatelangen Schlacht um Bachmut kam es zum Disput zwischen dem Präsidenten und seinem Armeechef: Der General warb für einen Rückzug und warnte vor schweren Verlusten, der Politiker fürchtete negative Auswirkungen auf die internationale Unterstützung seines Landes, sollte Bachmut fallen. Zahlreiche Experten stützen mittlerweile die Meinung Saluschnyjs.

Trotz der Kritik an Selenskyj wegen der Kriegsvorbereitung warnt auch Saluschnyj vor einem überhasteten Abkommen mit Aggressor Russland.

Über mögliche Gebietsabtritte schreibt er: „Stellen wir uns zum Beispiel vor, Russland würde die Region Donezk vollständig besetzen. Der Krieg wäre dennoch nicht beendet, weil sein politisches Ziel damit nicht erreicht wäre. Russland versucht, Bedingungen zu schaffen, die den Zusammenbruch der Ukraine gleichzeitig auf militärischer, wirtschaftlicher und politischer Ebene herbeiführen.“ Nur robuste Sicherheitsgarantien könnten Russland davon abhalten, seine Ziele weiterzuverfolgen.

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