Schleswig-Holstein: Beamte zahlen mehr für Gesundheit | Politik

06.10.2024 - Pazar 22:33

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Schlechte Nachrichten für Tausende Beamte!

In Schleswig-Holstein sollen die Staatsbediensteten mehr Geld für die eigene Gesundheit ausgeben. Das Land will den Eigenanteil an der Beihilfe hochschrauben, je nach Besoldungsgruppe auf 160 bis 760 Euro. Das sind 20 bis 200 Euro mehr als bisher!

Die Beihilfe ist ein staatlicher Zuschuss u. a. zu Arztbesuchen, Medikamenten und Krankenhausaufenthalten. Der Eigenanteil dazu wird allerdings erst ab der Besoldungsgruppe A 10 (ab 3.140 Euro brutto) fällig. Über die Beihilfe werden oft nur die Hälfte der Kosten abgedeckt, der Rest läuft über die Krankenversicherung.

Doch nicht nur beim Eigenbeitrag will das Land künftig sparen. Beamte, die zum Heilpraktiker wollen, sollen den Besuch vollständig aus eigener Tasche zahlen. Der Haushalt von Schleswig-Holstein sieht dafür keine Unterstützung mehr vor.

Außerdem: Wer eine Brille braucht, bekommt den Staats-Zuschuss nur noch zu den Gläsern – fürs Gestell gibt es anders als bislang keinen Cent mehr. Mitversicherte Kinder und Jugendliche bekommen weiterhin Geld zur Brille dazu.

Der Beamtenbund Schleswig-Holstein (dbb) läuft bereits Sturm und nennt den erhöhten Eigenanteil eine „Besoldungskürzung“. Der Kosten-Hammer falle zusätzlich zur privaten Krankenversicherung an, „die für nicht von der Beihilfe gedeckten Aufwendungen abgeschlossen wird“.

Der dbb spricht von einem „fragwürdigen Signal der Landesregierung“ und von „Attraktivitätseinbußen“.

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