mais où est passée la (vraie) flamme olympique ?
Schmutzkampagne! Putin-Trolle dichten Baerbock Sex-Affäre mit Escort an | Politik
03.08.2024 - Cumartesi 12:16
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Diese schmierige Sex-Story verbreitet sich in den sozialen Medien wie ein Lauffeuer – angeblich mittendrin: Außenministerin Annalena Baerbock (43, Grüne).
▶︎ In dem entscheidenden Video schildert ein vermeintlicher nigerianischer Escort (männlicher Prostituierter) namens „Kingsley“, wie er Zeit mit einer „Ministerin aus Deutschland“ verbringe, wenn sie in Afrika sei. Kennengelernt habe man sich im Dezember 2022 in Abuja (Nigeria), gibt er an, ein halbes Jahr später wiedergetroffen. Seitdem sehe man sich „zweimal im Jahr“. Der „Gigolo“ behauptet auch: Seine Klientin schätze die Gesellschaft von „gut aussehenden schwarzen Männern“.
Dazu werden Bilder von Außenministerin Baerbock eingeblendet, der Mann nennt die Ministerin beim Vornamen.
Der angebliche nigerianische Sex-Arbeiter „Kingsley“
Ministerium von Annalena Baerbock spricht von „Diffamierung“
Aus dem Auswärtigen Amt heißt es, die Geschichte sei „falsch, frei erfunden und völlig abstrus.“ Und: „Das Vorgehen legt nahe, dass russische Akteure Urheber oder Auftraggeber dieses Diffamierungsversuchs sind“, heißt es aus Baerbocks Ministerium weiter.
Wie gelangte Fake-Story über Annalena Baerbock ins Netz?
Die Website „zeitgeschenen.de“ hat das Video aufgegriffen, das zuerst im Bezahl-Bereich der nigerianischen „Daily Post“ auftauchte und die Markierung „sponsored content“ (gesponserter Inhalt) trägt.
▶︎ Heißt: Jemand hat dafür bezahlt. Wer? Unklar. Darüber berichtete zuerst das Portal „t-Online“, das die Verbreitung des Videos nachgezeichnet hat.
Prorussische Accounts verbreiten das Video
Auf „zeitgeschenen.de“ wird die Erzählung des angeblichen Sex-Arbeiters ergänzt und mit den tatsächlichen Dienstreisen Baerbocks nach Afrika abgeglichen. Dazu wird die Frage aufgeworfen, ob die Ministerin deutsches Steuergeld für Sextourismus verwende und wie sich das mit der feministischen Außenpolitik vertrage, für die Baerbock steht.
Brisant: Die Domain mit dem auffälligen Schreibfehler (ZeitgescheNEN statt Zeitgeschehen) wurde erst am 24. Juli registriert und ähnelt dem Anfang Juli aufgedeckten Desinformationsportal „berlinerwochenzeitung.de“. Dort wurde die Falschinformation gestreut, dass ukrainische Geflüchtete einen Schweinekopf in eine Berliner Moschee geworfen hätten.
Über bekannte prorussische Accounts wurde das Video bei X verbreitet, angereichert mit persönlichen Angriffen, Beleidigungen und Verunglimpfungen, und zieht seitdem seine Kreise im Netz.
Die Geschichte klingt schlüpfrig und ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Putins Propaganda das Netz überschwemmt. Das Video reiht sich ein in typische Desinformationskampagnen gegen bekannte westliche Politikerinnen, die die Ukraine unterstützen.
200 000 Fake News am Tag
Im Auswärtigen Amt ist man sicher, dass Putin-Trolle hinter der Escort-Geschichte stecken und das Drehbuch zu „Kingsleys“ Interview von prorussischen Cyber-Kriegern verfasst wurde. Denn: Im Netz ist der Sturm an Desinformationen gewaltig!
Experten des Auswärtigen Amts haben Ende 2023 an manchen Tagen rund 200 000 Kurznachrichten mit Fake News im Netz gezählt. Also ca. zwei Mitteilungen pro Sekunde!
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