Segeln und Freiwasser-Schwimmen: Kiel kämpft um Olympische Spiele | Politik

22.11.2024 - Cuma 08:18

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Kämpfen die besten Wassersport-Athleten der Welt wieder im hohen Norden um Medaillen?

Schleswig-Holstein und die Landeshauptstadt Kiel bewerben sich um die Ausrichtung der Olympischen Spiele. Ganz konkret geht es um sie Sportarten Segeln, Coastal Rowing (Küstenrudern) und Freiwasserschwimmen.

Landtagspräsidentin Kristina Herbst (47, CDU): „Kiel ist goldrichtig. Wir wollen den Athleten gute Gastgeber sein und werden optimale Wettkampfbedingungen bieten.“

Will Olympia nach Kiel holen: OB Ulf Kämpfer (52, SPD)

Will Olympia nach Kiel holen: OB Ulf Kämpfer (52, SPD)

Foto: Markus Scholz/dpa

Die Vorbereitungen laufen. Kiels OB Ulf Kämpfer (52, SPD) verrät: „Es hat bereits einen Workshop mit dem DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund) gegeben.“

Da hat sich die Fördestadt umfangreich präsentiert. Auch ein Olympisches Dorf soll es laut Kämpfer geben. Im Gespräch sind Neubauten, die hinterher als Sozialwohnungen genutzt werden. Charmanteste Idee: Die Olympioniken könnten auch auf Hausbooten untergebracht werden, die anschließend Studenten nutzen.

Schon 1936 (Berlin) und 1972 (München) war Olympia in Kiel zu Gast. Die Stadt nimmt für sich in Anspruch, das bundesweit beste Segelrevier zu bieten – erprobt durch jahrzehntelange Erfahrungen bei der Kieler Woche.

So sah die Eröffnung der Spiele 1972 in Kiel aus. Hauptaustragungsort war München

So sah die Eröffnung der Spiele 1972 in Kiel aus. Hauptaustragungsort war München

Foto: picture-alliance/ dpa

Kämpfer: „Die Segelwettbewerbe könnten wir aus dem Stand ausrichten.“ Und Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (66, CDU) unterstreicht: „Unser Revier ist weltweit bekannt für seine vielfältigen Wind- und Wetterverhältnisse.“

Also alles nur Formsache? Mitnichten! Mit Warnemünde (Mecklenburg-Vorpommern) bewirbt sich ein ambitionierter Konkurrent.

US-Sprint-Legende Jesse Owens (†66) düpierte 1936 durch sein 100-Meter-Gold die Nazis

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Foto: picture alliance/AP Photo

2025 will das DOSB den Hauptgastgeber für eine mögliche Bewerbung für die Spiele 2036 oder 2040 bekannt geben. Im Gespräch sind Berlin, Hamburg, München und das Rhein-Ruhrgebiet.

Wie teuer wäre Olympia ? Genaue Zahlen nannte Kämpfer nicht. Eine kleine Orientierung bietet das Jahr 2015. Damals war Kiel an der Seite eines möglichen Hauptausrichters Hamburg gesetzt. Doch in der Hansestadt wurde per Volksentscheid die Bewerbung gekippt. Klar war jedoch: Die Spiele hätten Kiel mehr als 100 Millionen Euro gekostet.

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