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Selenskyj kündigt Trump-Treffen an: Friedens-Offensive vor Durchbruch? | Politik
26.12.2025 - Cuma 10:33
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Kiew/Berlin – „Bis zum Jahreswechsel kann noch viel entschieden werden.“ Mit diesen Worten hat Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj ein geplantes Treffen mit US-Präsident Donald Trump angekündigt. Das Ziel: Frieden für die Ukraine.
Wann und wo genau das Treffen stattfinden soll, verriet Selenskyj nicht. Sein Chefunterhändler Rustem Umjerow (43) habe ihn über die jüngsten Kontakte mit den Amerikanern unterrichtet. „Wir verlieren keinen einzigen Tag. Wir haben ein Treffen auf höchster Ebene mit Präsident Trump in nächster Zukunft vereinbart“, so der Ukraine-Präsident.
Die „Kyiv Post“ berichtete unter Berufung auf diplomatische Quellen, dass das Treffen am 28. Dezember in Trumps Residenz Mar-a-Lago in Florida stattfinden könnte.
Klar ist: Die diplomatischen Anstrengungen, Russlands Krieg gegen die Ukraine zu beenden, haben sich in den vergangenen Wochen verstärkt. Trump will ein Ende des Kriegs erreichen! Sein Verhandlungsteam aus den US-Unterhändlern Steve Witkoff (68) und Jared Kushner (44) sprach intensiv mit den ukrainischen Unterhändlern. Auch Selenskyj telefonierte am Donnerstag mit Witkoff und Kushner, lobte das Gespräch anschließend als „sehr gut“ und konstruktiv. Es gebe „gute Ideen, die zu einem gemeinsamen Ergebnis und zu dauerhaftem Frieden beitragen können“, so Selenskyj. Diese Ideen könnten bei dem geplanten Treffen mit US-Präsident Trump konkretisiert werden.
Unklar bleibt allerdings, ob sich Kreml-Machthaber Wladimir Putin (73) auf die Friedenspläne einlässt. Die russischen Reaktionen auf die Verhandlungen an verschiedenen Orten waren jeweils verhalten.
Am Morgen des 24. Dezembers hatte Ukraine-Präsident Selenskyj erstmals alle Details des von den USA verhandelten russisch-ukrainischen Friedensplans erläutert. Der 20-Punkte-Plan fußt auf dem 28-Punkte-Plan, den die USA vor einigen Monaten präsentiert hatten – der jedoch sehr Putin-freundlich war und auf Drängen von der Ukraine und ihren Verbündeten überarbeitet wurde.
Der Kreml äußerte sich bislang nicht im Detail zu dem neuen 20-Punkte-Plan. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow (28) sagte am Mittwoch vor Journalisten, Moskau sei dabei, „seine Position zu formulieren“. Russische Regierungsvertreter haben jedoch wiederholt die Bemühungen Europas und der Ukraine kritisiert, den ursprünglichen 28-Punkte-Plan zu ändern.
Wesentlicher Streitpunkt im 20-Punkte-Plan: die langfristige Aufteilung der ukrainischen Territorien unter ukrainische und russische Kontrolle. Putin will einen ukrainischen Rückzug aus dem Donbas – einem Gebiet, mehr als doppelt so groß wie das Saarland. Doch zu diesem wäre die Ukraine nur unter bestimmten Bedingungen bereit.
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