Serie B: Faschismus-Skandal nach Tor von Romano Floriani Mussolini | Sport

26.12.2024 - Perşembe 00:18

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Faschismus-Skandal in Italien!

Zweitliga-Klub Juve Stabia gewinnt am Sonntag in der Serie B 1:0 gegen Cesena. Für das entscheidende Tor des Tages sorgt Romano Floriani Mussolini (21), der Urenkel von Benito Mussolini. Der faschistische Diktator herrschte von 1925 bis 1943 in Italien.

Der Urenkel des „Duce“ köpft jetzt in der 21. Minute das Siegtor. Sein Premieren-Treffer im Profi-Fußball. Direkt im Anschluss kommt es zum Skandal.

[-->Als der Stadionsprecher, wie üblich, den Namen des Torschützen ruft, steigen die Fans im Chor ein. Allerdings feiern sie nicht nur den Torschützen Mussolini, sondern strecken zeitgleich die rechte Hand in den Himmel. Der faschistische oder römische Gruß – ähnlich zum Hitlergruß in Deutschland.

Fans zeigen faschistische Grüße

Romano Mussolini hatte zuvor beim Torjubel schon seinen Finger auf den Mund gelegt:„Seid still!“. Eine Geste, mit der er die immer wieder aufkommenden Verbindungen zu seinem Urgroßvater unterbinden will.

Im November erzählte er bei „Gazetta dello Sport“: „Mein Urgroßvater Benito war eine sehr wichtige Figur für Italien, aber wir sind im Jahr 2024 und die Welt hat sich verändert. Es wird immer Vorurteile geben, aber meine Arbeit hat damit nichts zu tun und es belastet mich nicht. Die Leute werden immer reden, aber meine Mutter sagt, ich soll es ignorieren. Ich bin für Herausforderungen: Wenn ich denen, die Vorurteile gegen meinen Nachnamen haben, den Mund schließen muss, dann mache ich das.“

Italienischen Medienberichten zufolge beschäftigt sich nun die Polizei mit diesem Fall.

Mussolini ist seit Sommer für eine Saison von Jugendklub Lazio Rom an den Zweitligisten Juve Stabia ausgeliehen, soll dort Erfahrungen sammeln. In der laufenden Saison kam er in 19 Pflichtspielen zum Einsatz. Sein Vertrag bei den Römern läuft noch bis Sommer 2026.

Stammklub Lazio ist berüchtigt wegen seiner faschistischen Fans. Die Anhänger zeigen immer wieder den „römischen Gruß“. Nach einem Derby-Sieg gegen die Roma streckte sogar Ex-Kapitän Paolo di Canio den Arm beim Torjubel aus.

Mussolini-Enkelin Alessandra fand Kritik am faschistischen Gruß immer überzogen: „Ich verstehe die Aufregung um den saluto romano nicht. Wenn einer die geballte Faust der Kommunisten zeigt, passiert doch auch nichts.“

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