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Sie bekommen Top-Löhne: Muss VW bei seinen Bossen sparen? | Politik
06.09.2024 - Cuma 21:35
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VW in der Mega-Krise! Das Top-Management tagt in einem schwedischen Luxus-Hotel, sorgt damit für noch mehr Wut im Betrieb. Denn die Ankündigung, dass 5 Milliarden Euro eingespart werden müssen – notfalls auch durch Werksschließungen und betriebsbedingten Kündigungen – ist gerade einmal ein paar Tage alt.
Muss auch bei der Führungsebene gespart werden?
Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat werden sechs- bis siebenstellig pro Jahr vergütet – ein Vielfaches dessen, was die Mitarbeiter im Durchschnitt verdienen. Sogar Betriebsratschefin Daniela Cavallo, die so beherzt für die Belegschaft kämpft, erhält eine Jahresvergütung von 374 000 Euro (siehe Auszug aus dem Vergütungsbericht).
Insgesamt kostet VW die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder über 5 Mio. Euro
„Kürzungen auf der Top-Ebene wären sicherlich angebracht als Signal der Solidarität“, sagt Auto-Experte Prof. Ferdinand Dudenhöffer zu BILD.
Aber das zieht den Karren nicht aus dem Dreck. „2 oder 3 Mio. Euro mehr als Management-Gehalt spielt bei der Größe von VW einfach keine Rolle. Wenn man aber jedem Arbeiter 100 Euro wegnimmt, dann schon – das ist bei 650 000 Mitarbeitern sehr viel Geld“, so der Experte.
„Das ist im Moment nicht das zentrale Thema“, sagt auch Prof. Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management (CAM). „Erst muss man darüber nachdenken, wie man den Konzern rettet.“
Gesamtbetriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo (49) bekommt für ihren Arbeitskampf 374 000 Euro im Jahr
Ob in der kommenden, harten Sparrunde konkret über Einschnitte bei den größten Gehältern gespart wird, kann und darf VW noch nicht sagen, wie eine Konzernsprecherin erklärt.
Einsparungen hat es zuletzt bei unteren und mittleren Managern gegeben, erklärt ein anderer Sprecher BILD: „Das Unternehmen hat zu Beginn des Jahres entschieden, dass das gesamte Management der Volkswagen AG die in Aussicht gestellte Auszahlung der Inflationsprämie in Höhe von 1000 Euro im Januar 2024 und die Entgelterhöhung um 3,3 Prozent mit Wirkung zum 1. Mai 2024 nicht erhält.“
Außerdem wurde bei Gehältern der Kategorie „Tarif Plus“ (eine Stufe über Tarif) gespart. Dort gilt seit diesem Jahr: Stellen werden zwar nachbesetzt, die neuen Mitarbeiter kommen aber nicht mehr in diese höhere Gehaltsstufe.
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