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Berlin/Helgoland – Jetzt äußert sich Bayern-Chef Markus Söder (58, CSU) zu Habecks Ego-Abgang – und zur fiesen Wurst-Attacke des Ex-Grünen-Frontmannes. Söder ist keine beleidigte Leberwurst, rechnet aber mit Habecks politischer Bilanz ab.
Auslöser: Robert Habeck hatte am Montag angekündigt, sein Bundestagsmandat niederzulegen und sich aus der Politik zurückzuziehen. Dabei hatte er auch heftig ausgeteilt und Söder frontal angegriffen. Im Interview mit der „taz“ lästerte Habeck über Söders – so wörtlich – „fetischhaftes Wurstgefresse“.
Söder: „Werde weiter mit Freude Bratwürste essen“
In BILD wünscht Söder Habeck nun exklusiv „viel Glück außerhalb der Politik“ – und kann sich einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen: „Denn in der Politik war er ja sehr erfolglos!“
Söder weiter: „Geh mit Gott – Hauptsache, weit weg.“
Und er macht klar: „Ich werde weiterhin mit Freude bayerische Weiß- und fränkische Bratwürste essen.“
Söder und Habeck haben angespanntes Verhältnis
Das Verhältnis der beiden Politiker ist schon lange angespannt, laut dem CSU-Chef seit Ostern 2022. Im Dezember 2024 sprach Söder bei „Markus Lanz“ offen über den Bruch. Streitpunkt demnach: die Verstaatlichung der Gasspeicher. Söder selbst hatte sich vor allem während des letzten Wahlkampfs immer wieder an Habeck abgearbeitet, gekeilt, Habeck sei „der schlechteste Wirtschaftsminister, den die Bundesrepublik Deutschland je hatte“.
Jetzt verabschiedet sich Habeck – der einstige „Bündniskanzler“-Kandidat – mit einer Schimpftirade von der politischen Bühne.
SPD kritisiert Habeck-Rückzug
Kritik am Habeck-Abgang kommt jetzt sogar vom einstigen Ampel-Partner, der SPD. „Der Rückzug von Robert Habeck offenbart in meinen Augen ein schwieriges Demokratieverständnis“, mahnt Fraktionsmanager der Genossen im Bundestag, Dirk Wiese. „Als gewählter Abgeordneter ist es das höchste Gut, die Menschen im Wahlkreis zu vertreten. Es gibt keinen Grund, den Abgang zu machen, nur weil man nicht mehr in der ersten Reihe im Scheinwerferlicht steht.“
SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese (42) kritisiert Habecks Politik-Abgang
Wiese weiter: „De Maizere, Müntefering oder jetzt Olaf Scholz waren und sind nach ihren hohen Ämtern in ihren Wahlkreisen weiter für die Bürger ansprechbar, um sich um die Belange der Bürgerinnen und Bürger zu kümmern, wie es sich gehört.“
Robert Habecks Pöbel-Interview: „Er ist wahnsinnig verletzt“
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