SPD-Absturz: Scholz verliert, FDP und Grüne steigen im Sonntagstrend | Politik

23.11.2024 - Cumartesi 16:08

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Kanzlerkandidatur geklärt, aber bitterer Absturz für die SPD!

Die Partei von Noch-Kanzler Olaf Scholz (66) rutscht im neusten INSA-Sonntagstrend runter auf 14 Prozent – zwei Punkte weniger noch als in der Woche zuvor. Damit sind die Sozialdemokraten die großen Verlierer der aktuellen Umfrage.

Die FDP kann sich um einen Prozentpunkt verbessern und würde mit 5 Prozent den Wiedereinzug in den Bundestag packen. Und auch die Grünen können sich freuen: die Partei um Kanzlerkandidat Robert Habeck (55) legt einen Punkt zu, liegt damit bei 11 Prozent.

Die Union liegt unverändert auf Platz eins (32 Prozent). Dahinter kommt die AfD mit 19 Prozent. Die Linke würde mit 4 Prozent aus dem Bundestag fliegen. Das BSW büßt einen Prozentpunkt ein (7 Prozent). Damit käme Schwarz-Rot auf eine parlamentarische Mehrheit von 46 Prozent.

Für Olaf Scholz gibt es aber noch eine weitere schlechte Nachricht: Die Wähler haben wenig Lust auf den SPD-Kanzlerkandidaten. Im Duell mit Friedrich Merz (69) und Habeck würden nur 15 Prozent für Scholz stimmen. Der CDU-Chef hingegen käme auf 31 Prozent, sogar Habeck liegt mit 18 Prozent vor dem amtierenden Kanzler.

Ganz anders das Ergebnis, wenn Boris Pistorius (64) Kanzlerkandidat wäre: Der Verteidigungsminister bekäme 33 Prozent der Stimmen, hängt Merz (24 Prozent) und Habeck (14 Prozent) klar ab.

Fotos: Michael Kappeler/dpa, Getty Images

Und nicht nur beim Wähler ist Pistorius der Favorit – offensichtlich auch in weiten Teilen der SPD. Am Donnerstagabend hatte sich der Verteidigungsminister aus dem Kandidaten-Rennen zurückgezogen, in einer Videokonferenz mit rund 200 Abgeordneten und der Parteispitze seine Entscheidung verkündet. Doch wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, soll die Stimmung düster gewesen sein. Für Scholz gab es keinen Applaus, Abgeordnete schauten versteinert in ihre Kameras. Frust in der Partei.

Einer sagte hinterher: „Auf in das Wahldebakel“. Von anderer Seite hieß es: „Nur Durchhalteparolen, wie von einem anderen Planeten.“ Bitter: Einige denken schon über die Auflösung ihres Büros im Bundestag nach, schließlich würde die Hälfte der Abgeordneten aktuell nicht den Wiedereinzug packen.

Kanzler Olaf Scholz (66, r.) und Ehefrau Britta Ernst (63) im Schauspielhaus Hamburg

Kanzler Olaf Scholz (66, r.) und Ehefrau Britta Ernst (63) im Schauspielhaus Hamburg

Foto: privat

Zuvor hatte es tagelang eine Hängepartie gegeben. Der Druck auf Scholz nahm immer stärker zu, Platz für Pistorius zu machen. Doch am Ende stand die Partei-Führung zum Kanzler. Und der lenkte sich am Freitagabend im Schauspielhaus Hamburg ab, während er und die Partei abrauschen. Auf dem Programm: „Prolog/Dionysos“. Mit dabei auch Ehefrau Britta Ernst (63).

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