SPD-Bildungsexpertin: Gebetsräume haben an Schulen nichts zu suchen! | Politik

04.08.2025 - Pazartesi 06:18

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Düsseldorf – Erste Stunde Mathe, zweite Gebet. Die neuesten Zahlen des Schulministeriums in NRW zeigen: 176 Schulen in Nordrhein-Westfalen besitzen Gebetsräume (davon 44 Grundschulen!). Das ruft nun die SPD in NRW auf den Plan.

Es ist keine neue Debatte, schon Anfang letzten Jahres gab es Diskussionen, als sich Schüler in Neuss sich als „Scharia-Polizei“ ausgaben und Mitschüler nötigten und bedrohten.

„Gebetsräume haben an Schulen nichts zu suchen!“

Die SPD-Landtagsabgeordnete und schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Dilek Engin (44), sieht das Schulklima in Gefahr. Sie sagt zu BILD: „Schulen sind Orte des gemeinsamen Lernens, der Integration und des sozialen Miteinanders.“

▶ Gebetsräume würden die Schulgemeinschaft bedrohen und die Schulen unter Druck setzen. Laut einer Berichterstattung des WDR käme das Bedürfnis nach Gebetsräumen größtenteils von der muslimischen Schülerschaft. Die Nutzung stehe aber allen Glaubensrichtungen zu.

Die Schulministerin Dorothee Feller (CDU) rechtfertigt die Untätigkeit des eigenen Ministeriums und beruft sich auf die Religionsfreiheit im Grundgesetz. Diese berechtigte Schüler grundsätzlich, während des Besuchs der Schule, aber außerhalb der Unterrichtszeit ein (rituelles) Gebet zu verrichten.

Einzige Ausnahme: eine Gefährdung des „Schulfriedens“ und des „schulischen Miteinanders“.

NRW-Schulministerin Dorothee Feller (CDU) verteidigt die Gebetsräume

NRW-Schulministerin Dorothee Feller (59) verteidigt die Gebetsräume

Foto: picture alliance/dpa<!-->

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„Die Landesregierung duckt sich weg“

Dilek Engin ist entsetzt über das schwarz-grüne Verstecken vor der Gebetsraum-Debatte: „Anstatt für klare Regeln zu sorgen, überlässt sie die Entscheidung den einzelnen Schulleitungen“. Die Schulen stünden nackt dar. Politische Rückendeckung – Fehlanzeige.

Die Regierung zwinge so die Schulen, die Entscheidung für oder gegen Gebetsräume alleine zu treffen. „Das kann nicht Aufgabe von Schulleitungen sein. Wir brauchen eine eindeutige Haltung“, so Engin.

[-->Sie betont, Schulen sollten neutral bleiben und ihrer Hauptaufgabe nachgehen: Bildung. Das Gebetsritual gehöre nicht auf den Stundenplan.

In den Jahren 2022 und 2023 wurden in NRW 31 Fälle ähnlich dem der „Scharia-Polizei“ in Neuss geprüft. Laut WDR würden aber nicht alle Fälle bei den Behörden landen.

Laut Engin drängt die Zeit: „Schulministerin Feller soll sich nun endlich in dieser Frage klar positionieren und den Schulen klar signalisieren, dass sie in dieser Frage nicht alleine stehen.“

Doch auf eine Anfrage der SPD-Fraktion antwortet CDU-Ministerin Feller, eine einheitliche Regelung sei NICHT geplant.

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