Spektakuläre Operation: Israels Elite-Kommando packt über Geiselbefreiung aus | Politik

15.06.2024 - Cumartesi 20:05

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Es war eine spektakuläre Geiselbefreiungs-Operation! Nach acht Monaten in der Gewalt der Gaza-Terroristen konnten israelische Spezialeinheiten am vergangenen Samstag binnen Minuten vier Israelis aus der Hamas-Gefangenschaft befreien – trotz heftigem Beschuss und der Panne eines Fluchtautos.

Geheimdienst-Insider verrieten jetzt dem Journalisten und Ex-Elitesoldaten Elon Perry Details der nachträglich „Arnon“ getauften Operation, benannt nach dem gefallenen Kommando-Chef Arnon Zamora (36).

Wochenlang wurde für den großen Überraschungsmoment vorbereitet, geplant, trainiert. Durch Geheimdienstinformationen wurden die möglichen Aufenthaltsorte der vier Geiseln im Flüchtlingslager Nuseirat im Gazastreifen bekannt.

Ein Team verdeckter Ermittler sollte das bestätigen – eine Aufgabe für „Mista’arawim“, wie sie in Israel heißen: Israelis, die sich als Araber oder Palästinenser tarnen können.

Wie in einer Netflix-Serie (die Aktion erinnert an „Fauda“) haben die Spezial-Kräfte ein Haus gemietet – genau in der Straße, in der sie die Geiseln vermuteten. In Hidschab und langen Kleider verhüllte Frauen fuhren in einem alten Auto ins Flüchtlingslager. Sie waren mit Haushaltsgegenständen bepackt, gaben sich als Flüchtige aus Rafah aus, schimpften über Israel. Ihnen wurde geglaubt.

Ergebnis der Undercover-Arbeit: Die Geheimdienstinformationen werden bestätigt. Noa Argamani (26), Almog Meir Jan (21), Andrey Kozlov (27) und Shlomi Ziv (40) werden in zwei Gebäuden in Nuseirat festgehalten. Das Training der Eliteeinheit beginnt, es übt: das Stürmen der Gebäude!

► Am 6. Juni ist für die Ermittler klar: Es muss losgehen! So machen sich 28 Kommandos der „Yamam“ (Spezialeinheit der israelischen Grenzpolizei) auf den Weg zu den Gebäuden. Als der Einsatzbefehl kommt, stürmen die Soldaten sofort in koordinierter Aktion beide getrennten Gebäude gleichzeitig, damit die Geiseln nicht getötet werden, falls die einen Geiselnehmer auf die Operation im anderen Gebäude aufmerksam werdeb.

Innerhalb von sechs Minuten wird Noa Argamani gerettet. Ein Soldat nimmt sie Huckepack zum Hubschrauber, der sie schnell nach Israel ausfliegt.

Im Flüchtlingslager Nuseirat im Gazastreifen werden die vier Geiseln in kleinen Zimmern festgehalten. Nach der Befreiung spricht der behandelnde Arzt von „körperlichem und psychischem Missbrauch“, den die Israelis erlebt haben sollen.

Im Flüchtlingslager Nuseirat im Gazastreifen werden die vier Geiseln in kleinen Zimmern festgehalten. Nach der Befreiung spricht der behandelnde Arzt von „körperlichem und psychischem Missbrauch“, den die Israelis erlebt haben sollen.

Foto: BILD

Der spektakuläre Einsatz der Spezialeinheit

► Problematisch: die Befreiung der drei anderen Geiseln. Das Team von Kommandant Arnon Zamora gerät unter massives Feuer von Dutzenden Hamas-Terroristen.

► „Plan B“ wird aktiviert: Hunderte Soldaten stürmen mit Panzern zu Fuß das Flüchtlingslager und liefern sich direkte Gefechte mit Hamas-Terroristen, während sie durch Marineschiffe und Hubschrauber der Luftwaffe geschützt werden.

An Ende gelingt es der israelischen Eliteeinheit, die drei Geiseln zu befreien, der Chef des Kommandos, Arnon Zamora, stirbt aber. Die Hamas behauptet, 274 Palästinenser seien bei den Gefechten getötet worden. Die israelischen Streitkräfte schätzen die Zahl der Getöteten oder Verwundeten auf 104.

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