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Steinmeier im Vatikan: Papst Leo sorgt sich wegen Deutschland | Politik
23.09.2025 - Salı 23:49
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Vatikanstadt – Schwarz-Rot-Gold weht über dem Portal zum Päpstlichen Palast in Rom! Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) trifft erstmals Papst Leo XIV. – während die beiden in Rom miteinander sprechen, gibt es auch Beratungen in Fulda.
DENN: Dort (1.286 Kilometer nördlich vom Vatikan) treffen sich 58 Mitglieder der katholischen Deutschen Bischofskonferenz. Deren Vorsitzender, Georg Bätzing, steht vor seiner schwierigsten Aufgabe: die Vertuschung von Missbrauchsfällen aufzuarbeiten und den Reformprozess „Synodaler Weg“ still abzuwickeln.
Bätzing betonte: „Ich finde, wir müssen in Ruhe den Weg gehen. Wir bleiben mit der Weltkirche in Verbindung. Maßvoll werden wir andere Dinge tun, weil es die pastorale Situation in unserem Land und weil es die Seelsorge an den Menschen notwendig macht. Aber wir bleiben zusammen.“
[-->Zurück in Rom erklärte Steinmeier nach dem Treffen mit dem Papst vor Reportern: „Wir hatten Gelegenheit zum Austausch über die zentralen Konflikte, die uns gemeinsam besorgen.“ Steinmeier sagte weiter, beide hätten „über die Lage der christlichen Kirchen hier bei uns in Europa“ gesprochen. Besonders bewege den Papst der Mitgliederschwund.
Sorge um Mitgliederschwund
Der Bundespräsident: „Wir haben über Mitgliederverlust gesprochen, der natürlich auch seine Ursache hat im sexuellen Missbrauch und den Folgen.“ Steinmeier betonte: „Die Kirchen können und müssen eine positive Rolle spielen beim Zusammenhalt unserer Gesellschaft.“
Zur Fortsetzung der Gespräche lud Steinmeier Papst Leo nach Deutschland ein. Nach Informationen von BILD zeigte sich der Bundespräsident beeindruckt von der tiefen Kenntnis des Papstes über Deutschland – politisch, wirtschaftlich, kulturell „und nicht nur von der römisch-katholischen Kirche“.
Georg Bätzing (64) ist Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
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Währenddessen wächst der Druck hierzulande. Mehr als 100.000 Menschen unterschrieben eine Petition, in der gefordert wird, dass die katholische Kirche sich in Prozessen um Schmerzensgeld für Missbrauchsopfer der Vergangenheit stellt.
Das teilte die Betroffenen-Initiative „Eckiger Tisch“ unmittelbar vor Beginn der Herbstvollversammlung der Bischofskonferenz mit. Matthias Katsch vom „Eckigen Tisch“ erklärte: „Die katholische Kirche darf sich in Schmerzensgeld-Prozessen nicht länger auf die Einrede der Verjährung berufen.“
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