Steinmeiers Rede begeistert London: Pop, Fußball & Literatur | Politik

04.12.2025 - Perşembe 22:07

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London – Launige (und lehrreiche) Rede unseres Staatsoberhaupts im britischen Parlament!

Vor den Abgeordneten des Ober- und Unterhauses überraschte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (69) mit Kenntnissen aus Pop-Geschichte, Fußball und Literatur – und erhielt Standing Ovations.

Zu Gast in Ober- und Unterhaus: Steinmeier am Donnerstagmittag vor den Abgeordneten des britischen Parlaments

Zu Gast in Ober- und Unterhaus: Steinmeier am Donnerstagmittag vor den Abgeordneten des britischen Parlaments

Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Begrüßt wurde Steinmeier von Trompetenfanfaren. Der Speaker des Hohen Hauses kündigte den deutschen Staatsgast offiziell an. Dann erhielt Steinmeier als erster Bundespräsident seit Richard von Weizsäcker (1986) das Wort vor beiden Häusern des British Parliament.

„Es gibt eine Geschichte, die ich Ihnen erzählen möchte“, begann Steinmeier: „Die Geschichte von Harry Heine.“ Gemeint: Deutschlands berühmter Dichter Heinrich Heine („Die Loreley“). Dessen Vater Samson war Tuchmacher, hatte enge Kontakte zur britischen Tuch-Stadt Manchester – und nannte seinen Sohn folgerichtig Harry. Erst später nannte sich Heine in „Heinrich“ um.

Seit Heines Zeiten (1797–1856) habe Deutschland viel von England gelernt, so das Staatsoberhaupt weiter: „Von Ihrer partnerschaftlichen Liebe zur Freiheit, von Ihrer parlamentarischen Tradition, von Ihrer Debattenkultur. Von der Überzeugung, dass Demokratie nicht nur eine Staatsform ist, sondern eine innere Haltung.“

In Zeiten des russischen Angriffs auf die Ukraine kämpften Deutschland und Großbritannien gemeinsam, so der Präsident: „Wir koordinieren unsere Sanktionen gegen Russland. Wir liefern gemeinsam Waffen an die Ukraine. Wir trainieren ukrainische Soldaten. Wir lassen uns nicht auseinanderdividieren. Und wir lassen die Ukraine nicht im Stich.“

Steinmeier versprach den Brexit-Briten: „Heute stehen wir Seite an Seite. Für Freiheit, für Demokratie, für eine Ordnung, die auf Regeln basiert. Für eine Welt, in der nicht das Recht des Stärkeren gilt, sondern die Stärke des Rechts. Wir halten dagegen, wenn unsere Werte bedroht sind. Wir verteidigen die Demokratie. Wir verteidigen die Freiheit. Wir stehen zusammen. Als Verbündete. Als Partner. Als Freunde.“

Steinmeier lobte die Engländer: „Wir bewundern eure Debattenkultur. Wir bewundern euren Pragmatismus. Die Fähigkeit, auch in schwierigen Zeiten einen kühlen Kopf zu bewahren. Die Fähigkeit zur Versöhnung.“

„Cool Britannia is alive“

Bemerkenswert: Sein Rückblick auf die 1990er-Jahre: „Als vor ziemlich genau 30 Jahren der Song ‚Don’t Look Back in Anger‘ von Oasis erschien, war das der Soundtrack von Cool Britannia. Damals schien die halbe Welt Britpop zu hören Und: Die Premier League wurde eingeführt – noch heute im Fußball das Maß aller Dinge.“

„Und nun, im Sommer dieses Jahres, standen Oasis nach 16 Jahren Pause wieder zusammen auf der Bühne und schufen das größte popkulturelle Ereignis der vergangenen zehn Jahre“, schwärmte der Präsident: „Alle teilten dasselbe Gefühl: Cool Britannia is alive! Unsere Beziehungen mögen sich geändert haben. Aber, liebe Briten, die Liebe, sie ist geblieben.“

Am Abend sprach Steinmeier vor Vertretern der „City of London“ und Prinzessin Anne (75), rechnete dabei mit dem Vorwurf ab, Europa sei „ein absteigender Kontinent – zu langsam, zu bürokratisch, zu wenig innovativ.“ Das Gegenteil sei richtig: Europa inklusive Großbritannien, Norwegen, die Schweiz – sei „auf Augenhöhe mit Nordamerika und Ostasien einer der größten Wirtschaftsräume der Welt.“

Steinmeier: „Europa sollte nicht das Problem sein. Europa sollte die Lösung sein.“ Dazu brauche es „mehr Mut für die Aufgaben der Zukunft“. Der Präsident: „Wir Europäer können in Zukunft nur dann stark sein, wenn wir unsere Rolle neu definieren und zu neuem Selbstbewusstsein finden.“

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