Störche sind beim Sex zu laut! Jetzt muss die Politik ran | Politik

27.03.2025 - Perşembe 18:47

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Störche waren in Baden-Württemberg fast ausgestorben – nun paaren sie sich zu viel! In der Bodenseeregion sorgen Störche, die klappern, balzen und sich bespringen (nur für wenige Sekunden, dafür aber mehrmals am Tag) für so viel Krach, dass sich die Politik zum Handeln gezwungen sieht.

„Ein einziges Storchenpaar ist kein Problem. Aber bei fünf Paaren in der Umgebung wird es schon schwieriger, wenn in unmittelbarer Nähe Kinder schlafen wollen“, sagt Landtags-Abgeordneter Hans-Peter Storz (65, SPD) zu BILD.

Unbeobachtet: Im hessischen Bensheim schützt ein Mandelbaum den Horst vor allzu neugierigen Blicken

Zu viele Störche lieben sich am Bodensee zu oft gleichzeitig und sorgen so für viel Lärm. Auf dem Foto zu sehen: ein Storch in Hessen

Foto: Arne Dedert/dpa

Er fordert ein Storchen-Management von der Landesregierung, um das Liebesspiel der Schnabeltiere zu regulieren. „Sie muss dafür dringend Geld in die Hand nehmen“, sagt Storz. Es geht ihm nicht darum, dem Storch an den schmalen Kragen zu gehen. „Die Menschen freuen sich, wenn sich geschützte Tiere wieder vermehren. Aber auch diese Tiere können Probleme bereiten.“

Neben der Lärmbelästigung durch den Storchen-Sex gehen mit den Vögeln auch rechtliche Probleme einher. Störche errichten ihre Horste auf Privatgebäuden. Fällt ihr Nest auf die Straße, können die Hausbesitzer per Verkehrssicherungspflicht haftbar gemacht werden.

Ein Zustand, der einer Klärung bedarf – und den Landtag bereits beschäftigt.

Storz fragte die grün-schwarze Regierung Baden-Württembergs (per Kleiner Anfrage) nach dem juristischen Umgang mit den Störchen. Die Antwort fiel enttäuschend aus: „Im Landeshaushalt sind keine speziellen Mittel für den Umgang von möglichen Konflikten in Zusammenhang mit Weißstörchen und Privateigentum veranschlagt.“

Das Liebesspiel der Störche wurde die letzten Jahrzehnte aktiv unterstützt – und hat sie in Baden-Württemberg vor dem Aussterben gerettet. NABU erklärte auf BILD-Anfrage, dass es 1975 nur noch 15 Brutpaare im Land gab. Aber: „Durch intensive Schutzbemühungen gilt der Weißstorch nun als ungefährdet und hat erfreulicherweise zunehmende Bestände.“

Nun wollen die Bodensee-Bewohner, dass er öfter mal den Schnabel hält.

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