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Streit um angebliche „Kundenliste“: Trump in der Epstein-Falle | Politik
09.07.2025 - Çarşamba 11:12
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Washington – Was weiß das US-Justizministerium über den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66)? Besitzt es Dokumente, die veröffentlicht werden können?
In den USA tobt eine erbitterte Debatte um mögliche Unterlagen über Epstein.
Präsident Donald Trump hatte im Wahlkampf selbst versprochen, er werde alle Dokumente und Akten zur Affäre um Jeffrey Epstein veröffentlichen lassen. Auch Justizministerin Pam Bondi (59) hatte das angekündigt. Eingelöst wurde das Versprechen bislang nicht.
Bondi befeuerte vor wenigen Tagen die Diskussion aufs Neue. Sie sprach von einer geheimen Kundenliste von Epstein. Möglicher Inhalt: Namen von Politikern und namhaften Personen aus der Filmbranche in Hollywood. Auch FBI-Chef Kash Patel (45) machte Andeutungen.
US-Justizministerin Pam Bondi (59) in einer Kabinettssitzung am Dienstag mit US-Präsident Donald Trump (r.)
Jetzt erklärten Bondi und Patel, eine solche Liste sei nicht gefunden worden.
Die Erklärung erzeugte Wut bei Trumps treuesten Anhängern aus der MAGA-Bewegung (Make America Great Again). Alex Jones (51), ein als Verschwörungstheoretiker bekannt gewordener Radio-Moderator, schrieb auf dem Kurznachrichtendienst X: „Das ist über alle Maßen widerlich.“ Laura Loomer (32), eine weit rechts stehende Influencerin, forderte von Trump sogar die Entlassung von Justizministerin Bondi, „weil sie seine Basis belogen hat“.
„Reden die Leute immer noch über ihn?“
Trump selbst wehrte am Dienstag Fragen dazu ab. „Reden die Menschen immer noch über diesen Typen?“, sagte er auf die Frage eines Journalisten. „Das ist unglaublich.“ Die Medien sollten lieber über seine (Trumps) Erfolge wie die Zollpolitik schreiben.
Der Investmentbanker Jeffrey Epstein soll eine Organisation zur sexuellen Ausbeutung Minderjähriger betrieben haben. Er wurde 2019 angeklagt, beging vor dem Prozess allerdings Selbstmord. Seine langjährige Freundin Ghislaine Maxwell (63) wurde im Juni 2022 zu 20 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.
► Innerhalb der MAGA-Bewegung wird seit Jahren spekuliert, dass es unveröffentlichte Akten aus dem Fall Epstein gäbe, die von Behörden geheim gehalten würden. Angeblich sollen Prominente, die Kontakt zu Epstein gehabt hätten, geschützt werden. Sogar Trump selbst wird immer wieder verdächtigt, zu Epsteins „Kunden“ gehört zu haben. Prominentester Vertreter für diesen Vorwurf war im Juni Tesla-Milliardär Elon Musk (54).
Fakt ist: Trump und Epstein waren vor mehr als 20 Jahren Nachbarn in Florida. Einen Nachweis für Verstrickungen von Trump in Epsteins Sex-Affäre gab es allerdings nie.
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