Südtiroler Berge: Italiener wollen deutsche Hütten-Namen loswerden | Politik

30.06.2025 - Pazartesi 06:21

[ad_1]

Bozen – Sie trotzen in den Südtiroler Bergen seit weit über 100 Jahren Kälte und Stürmen. Und sie bieten Bergsteigern Schutz. Jetzt sollen sie umbenannt werden: kurz vor den Sommerferien. Der italienische Alpenverein will im größtenteils deutschsprachigen Südtirol die deutschen Namen von Berghütten loswerden. Sie sollen nun stattdessen Namen italienischer Regionen bekommen.

▶ Die Hütten-Namen reichen zurück ins 19. Jahrhundert, als die Menschen in den deutschen und österreichischen Städten begannen, sich für den Alpinismus zu begeistern. Zu dieser Zeit gehörte Südtirol noch zum österreichischen Tirol. Und nach der Abspaltung Südtirols und der Beschlagnahmung der Hütten durch Italien nach dem Ersten Weltkrieg behielten diese ihre Namen – wenngleich italienische Bezeichnungen dazukamen.

Auf 2278 Meter Höhe über Rein in Taufers liegt die Kasseler Hütte. Mit metergroßen Buchstaben steht der deutsche Name der Hütte an der Seite

Auf 2278 Meter Höhe über Rein in Taufers liegt die Kasseler Hütte. Mit übergroßen Buchstaben steht der deutsche Name der Hütte an der Seite. Sie soll stattdessen bald Hochgallhütte heißen

Foto: Südtirol.com

▶ Es sind u.a. die Regensburger, Kasseler, Marburger, Chemnitzer und die Magdeburger Hütte. So wurde die Regensburger Hütte in den Südtiroler Dolomiten 1888 durch die Sektion des deutschen und österreichischen Alpenvereins erbaut und vom deutschen Architekten Max Schultze (1845-1926), Oberbaurat des Regensburger Fürsten von Thurn und Taxis finanziert. Die Kasseler Hütte geht zurück aufs Jahr 1877, die Magdeburger Hütte wurde 1887 erbaut.

▶ Doch jetzt will der italienische Alpenverein Südtirol (AVS) die deutschen Städte-Namen der Hütten aufgeben – weil sie keine Verbindung zum Gebiet hätten. Darüber berichten der italienische Staatssender „Radiotelevisione Italiana (RAI)“ und die Südtiroler Lokalzeitung „Dolomiten“. Mit 41,1 Prozent der Touristen stellen die Deutschen derzeit die größte „Reisegruppe“.

Südtiroler Politiker laufen Sturm gegen den Vorschlag des Alpenvereins. Otto Mahlknecht (54), Vizeobmann der Partei „Freiheitlichen“ (Juniorpartner in der Südtiroler Landesregierung) sagte RAI: „Wer heute meint, dass Bezeichnungen wie Chemnitzer Hütte oder Marburger Hütte nicht mehr zeitgemäß seien, ignoriert nicht nur die Geschichte des Alpinismus, sondern betreibt eine fragwürdige Identitätspolitik auf dem Rücken historischer Verdienste.“

[ad_2]
Apsny News

YORUM YAZ

Yorum Yazabilmek İçin Lütfen Giriş Yapın.