Thailand: Luftangriffe auf Kambodscha bestätigt | Politik

08.12.2025 - Pazartesi 03:07

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Bangkok – Nur zwei Monate nach dem Friedensabkommen fliegen wieder Raketen: Die Spannungen zwischen Thailand und Kambodscha sind offenbar erneut eskaliert. Die thailändische Armee bestätigte Luftangriffe entlang der Grenze.

Laut Generalmajor Winthai Suvaree kam es am Montagmorgen (Ortszeit) zu dem Einsatz, nachdem beide Länder sich erneut gegenseitig vorgeworfen hatten, das im Oktober vereinbarte Waffenruheabkommen verletzt zu haben.

Bei den bisherigen Luftangriffen starb ein Soldat, vier wurden verletzt. Das thailändische Militär kündigte weitere Angriffe auf militärische Ziele in mehreren Gebieten an. Kambodscha bestreitet, Angriffe ausgelöst zu haben.

Ein Major von Thailands Zweiter Armeeregion gab am Montag ein Statusupdate zu Evakuierungsmaßnahmen und Angriffen, die im Grenzgebiet stattfinden

Ein Major der Zweiten Armeeregion informierte am Montag über den Stand der Evakuierungen und die Lage in den Kampfzonen

Foto: Armee Thailand/facebook

Evakuierungen und Luftangriffe

Vor den Luftangriffen hatte die thailändische Armee die Evakuierung von vier Grenzgebieten angeordnet. 385.000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. „Rund 70 Prozent der Bevölkerung in den Grenzbezirken wurden evakuiert. 35.623 Menschen haben sich für Notunterkünfte registriert“, erklärte ein Sprecher von Thailands Zweiter Armeeregion, die für die gesamte nordöstliche Region zuständig ist.

Schon im Juli war der jahrzehntelange Grenzstreit zwischen den südostasiatischen Nachbarn eskaliert – in einem fünftägigen Konflikt starben Dutzende Menschen, rund 300.000 flohen vor den Kämpfen.

Als Vermittler schalteten sich damals der malaysische Ministerpräsident Anwar Ibrahim und US-Präsident Donald Trump ein. Im Oktober wurde ein Friedensabkommen geschlossen. Trump hatte zuvor klargemacht: Ohne Frieden wird es mit den USA keine Handelsverträge geben.

Die Vereinbarung umfasste unter anderem militärischen Rückzug, Verbot schwerer Waffen im Grenzgebiet und die Freilassung von 18 kambodschanischen Kriegsgefangenen. Doch trotz Unterschriften und Versprechen flammten die Kämpfe immer wieder auf. Mitte November setzte Thailand das Abkommen nach einem angeblichen Grenzvorfall sogar ganz aus.

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